Roco - Mariazellerbahn

Mariazellerbahn
Vorbild
Geschichte
Übersicht
Details Loks
Details P-Wg.
Details G-Wg.
Literatur u. a.

Geschichte

Welche Modelle gab es, wann erschien was, warum waren die Modelle plötzlich nicht mehr im Programm. Ein paar Antworten gibt sicher diese Seite. Ich versuche hier, die Geschichte der Mariazellerbahn Modelle der Firma Roco nachzuverfolgen. Dabei möchte ich aber gleich vorneweg darauf hinweisen, dass ich den Begriff „Mariazellerbahn“ etwas weiter auslege. Für mich gehören zu diesem Modellbahnthema alle bei Roco erschienenen Loks und Wagen auf dieser Basis. Denn Roco brachte in dieser Serie auch Wagen der Ybbstalbahn heraus, oder der Pinzgauerbahn, bis hin zu Wagen mit DR-Beschriftung. Auch die habe ich weitgehend berücksichtigt.

1986 - Neuheit Mariazellerbahn

1986 war das Geburtsjahr der Mariazellerbahn bei der Firma Roco. Als Neuheit 1986 wurde der Modellbahner schon von einem (fast) Komplettangebot überrascht. So gab es die E-Lok der Baureihe 1099 (Best. Nr. 33210), die typischen Personenwagen als AB (1./2. Klasse, 34000), B (2. Klasse, 34001) und BD (2. Klasse mit Gepäckraum, 34002) alles in der beige/orangen Lackierung. Dazu waren bereits Weichen und Schienen erhältlich und die Ankündigung, dass Güterwagen im Folgejahr erhältlich sein werden.

Das Thema Mariazellerbahn war sicher zuerst einmal ungewöhnlich. Auf der anderen Seite ist Roco ein österreichischer Hersteller und warum sollte sich dieser nicht eines typischen österreichischen Themas annehmen? Dazu kam, dass der österreichische Schmalspurbereich zum Teil bereits durch die Firma Liliput abgedeckt worden war, zumindest was verdieselte Strecken anging. Also erschien die Mariazellerbahn als ein lohnenswertes Projekt.

Aber nicht nur die österreichischen Modellbahner waren von dieser Neuheit begeistert. Auch andere Bahnwahnsinnige merkten schnell, dass die Mariazellerbahn ein wunderbares eigenständiges Thema sein konnte, aber genauso gut (mit ein wenig Vorbildwidrigkeit) in andere Anlagen integriert werden konnte. Eine elektrifizierte schmalspurige Nebenbahn war auf jeden Fall ein Hingucker und konnte für interessante Betriebssituationen sorgen.

Das Programm wird ausgebaut

Die Neuheitenvorschau im Katalog 1986/87

Im Roco Katalog 1986/87 wurde in der Neuheitenvorschau auf die Mariazellerbahn hingewiesen und 1987 erschien sogar ein 4-seitiges Prospekt, was die Mariazellerbahn und ihre Vorzüge darstellte. Neben den einzeln erhältlich Modellen der 1099 und der drei Personenwagen gab es auch eine Geschenkpackung, in der die Modelle aber andere Betriebsnummern trugen und die Lok noch mit dem ÖBB Flügelrad versehen war (31010).

Im Neuheitenprospekt von 1987 fand sich relativ versteckt der Hinweis, dass das Programm weiter ausgebaut werden soll und 1988 Güterwagen erscheinen werden. So waren dann im Katalog 1987/88 auch in der Neuheitenvorschau die drei Güterwagen zu finden. Wie gut die Mariazellerbahn beim Modellbahner ankam, zeigte aber auch, dass die 1099 im Jahr 1986 sowohl vom Eisenbahn Magazin, wie auch vom VOEMEC zum Modell des Jahres gewählt wurde.

Im Jahr 1988 wurden weiterhin die drei Güterwagen angekündigt. Der offene OOm (34520), der Flachwagen mit Rungen vom Typ SSm (34521) und der gedeckte GGm (34522). Außerdem, schon mit Modellfotos, wurden die drei Personenwagen in der älteren braunen Farbgebung als Neuheit gezeigt. So auch hier wieder der AB (34003), der B (34004) und der BD (34005). Diese Modelle waren auch im Katalog 1988/89 zu finden.

Im nächsten Hauptkatalog von 1989/90 fand man nun auch den Hinweis (ich habe schon darauf hingewiesen), dass in der Zugpackung, Lok und Wagen andere Betriebsnummern trugen. Der Lok mit ÖBB-Flügelrad waren Schilder zur Darstellung der 1099.06, .13 und .15 beigelegt. Nun waren auch alle 9 erschienenen Wagen mit Modellfotos zu sehen.

Prospekt von 1987

Katalog 1987/88

Neuheiten 1988

Erste Sonderserie für Österreich

Im Neuheitenprospekt von 1990 bekam die Mariazellerbahn wieder Zuwachs. Auf der Basis des gedeckten Güterwagens GGm erschien ein blauer Fahrradtransportwagen des Typs GGmh (34524). Dieser war dann auch im Hauptkatalog 1990/91 zu finden.

Eine weitere Neuheit fand sich im Programm „Exklusiv für Österreich“ von 1991. Der farbenfrohe Personenwagen „Landeshauptstadt St. Pölten“ wurde nachgebildet (34006). In seiner bunten Lackierung ein weiterer Augenschmaus. Allerdings eben nur für den österreichischen Markt gefertigt, aber dort waren ja auch sicher die meisten Interessenten für die Mariazellerbahn.

In den nächsten Hauptkatalogen veränderte sich an den verfügbaren Modellen nichts. Allerdings änderte Roco mehrfach die aufgedruckten Betriebsnummern der Wagen, auf das gehe ich aber an anderer Stelle des Mariazellerbahnwahns ein.

Prospekt Exklusiv für Österreich 1991

Das Programm wird weiter ausgebaut - neue Farben kommen

Neuheiten 1994

Erst 1993 erschien eine weitere Neuheit für die Mariazellerbahn. Diesmal war es der rote Hilfszuggerätewagen, ebenfalls auf Basis des gedeckten Güterwagens (34525). Auch im Katalog 1993/94 war diese Ergänzung zu finden. Dann kamen im Jahr 1994 gleich drei weitere Neuheiten auf den Markt. Nun hatte die neue Farbgebung der Personenwagen in braun/weiß/rot auch im Modell ihren Niederschlag gefunden. So erschienen der 2. Klasse Personenwagen B (34007) und der 2. Klasse Personenwagen mit Gepäckabteil BD (34008). Des weiteren ein gedeckter Güterwagen der Pinzgauer Lokalbahn (34526). Dieser besaß einen grauen Rahmen.

So fand man die Modelle auch im Hauptkatalog 1994/95. Allerdings waren nun die drei Standardgüterwagen alle auf dem Modelfoto mit einem grauen Rahmenversehen worden und trugen im Text den Hinweis, dass es sich um Modelle der Steyrtalbahn handelt.

Die österreichischen Modellbahnfreunde bekamen beim Anblick des Prospekts mit den Österreichischen Sonderserien 1994/95 wieder glänzende Augen. So konnte man sich auf weitere drei Neuheiten freuen. Nunmehr war die „Ybbstalbahn“ zu haben mit zwei Personenwagen B (34010) und BD (34011). Beide orange/beigen Wagen trugen den Schriftzug “Ybbstalbahn” auf der Seitenwand. Passend dazu war auch als dritte Neuheit ein blauer gedeckter Güterwagen als Ybbstalbahn Fahrradwagen zu haben (34527). Dieser trug seitlich je zwei große Schilder „Lunz am See“.

Aber auch die Modellbahnfreunde weltweit bekamen schon 1995 weitere Neuheiten der Mariazellerbahn geboten. Beim Vorbild war inzwischen eine 1099er in die neuen braun/grau/roten Farben umlackiert worden. Dies wurde mit dieser 1099 007-5 auch im Modell verwirklicht (33212). Diese Lok war als Sonderserie gekennzeichnet und vorzubestellen. Da beim Vorbild die 1099er mit Wappen der Anliegergemeinden versehen wurden, trug auch die nächste Neuheit ein solches Wappen von Rabenstein und dazu die Computernummer.1099 009-1 (33214).

Natürlich waren diese beiden Loks auch als Neuheit im Hauptkatalog 1995/96 zu finden. Allerdings war die Geschenkpackung mit 1099 (altes ÖBB Flügelrad) und den drei Wagen nun als Auslaufmodell gekennzeichnet.

Noch mehr Sonderserien

Auch 1995/96 gab es interessante österreichische Sonderserien. Es erschienen die 1099.10 und 1099.15 in kaminrot mit aufgemaltem Flügelrad und beigelegten Nummernsätzen. Diese Farbe wurde vor der Einführung des Blutorange verwendet. Die Loks besaßen einen eisengrauen oberen Rahmen (beide Betriebsnummern als 33213). Außerdem gab es die 1099 001-8 mit Wappen von St. Pölten (33214.1). Beide Loks trugen den Vermerk, dass es überarbeitete Ausführungen sind mit neuen feinen Stromabnehmern und Dachleitungen und korrigierten Scheinwerfern.

Im Katalog 1996/97 war neben der wieder als Auslauf gekennzeichneten Packung 31010 nun auch 33214 Rabenstein als Auslauf genannt. Die braun/grau/rote 1099 007-5 war nun als Sonderserie normal im Katalog zu finden. Die acht Personenwagen waren wie die Jahre zuvor im Programm, aber bei den Güterwagen fehlte nun der blaue Fahrradwagen.

Prospekt Österreich 1996/97

Das plötzliche Ende der Mariazellerbahn

Prospekt Österreich 1995/96

Weitere Neuheiten und bereits erschienene Modelle zeigte das Prospekt der österreichischen Sonderserien 1996/97. Neben den bereits bekannten Wagen der Ybbstalbahn B (34010), BD (34011) und des Fahrradtransportwagens (34527) fand man einen B in völlig neue Lackierung der Ybbstalbahn in grün/grau/rot (34012). Dazu kam ein weiterer bunter Personenwagen in Sonderlackierung „Frankenfels“ (34020). Auch bei den Loks gab es erneut Zuwachs. Neben der karminroten 1099.10 (33213) erschien mit der 1099 003-4 „Weinburg“ eine weitere Wappenlok (33214.2).

Als Neuheit 1997 erschien nach „Rabenstein“, „St. Pölten“ und „Weinburg“ die 4. Wappenlok. Nun konnte man sich noch die 1099 005-9 „Schwarzenbach“ auf die schmalen Gleise stellen. Diese Lok war wie schon die Rabenstein nicht nur in Österreich, sondern ab 1997/98 im Normalprogramm zu haben. In diesem Katalog waren aber der gedeckte Güterwagen Pinzgau (34526) und der Hilfszuggerätewagen (34525) als Auslaufmodelle gekennzeichnet.

Auch der folgende Hauptkatalog 1998/99 zeigte nur eine einzige kleine textliche Änderung. Nun war beim gedeckten Güterwagen (34522) der Vermerk, dass er als „Dienstgutwagen: Milchkurswagen Obergrafendorf Annaberg“ beschriftet ist. Zudem wurde auf die sich laufend verändernden Beschriftungen hingewiesen. 

Auch 1998/99 war der Prospekt der österreichischen Sonderserien wieder für Überraschungen gut. Neben den bereits von früheren Prospekten bekannten Wagen fand man erneut eine Lok der Baureihe 1099. Nun ohne Wappen, aber dafür mit Computernummer 1099 012-5 (33217). Außerdem kam der dritte bunte Personenwagen mit der Lackierung „Kirchberg an der Pielach“ (34021).

Doch schon der nächste Katalog von 1999/2000 ließ den Mariazellerbahnfreund jämmerlich erschrecken. Jetzt waren alle (ich wiederhole: Alle!) Modelle als Auslauf gekennzeichnet. Loks, Personen- und Güterwagen. Und bereits 2000/2001 war das gesamte Programm aus dem Katalog verschwunden.

Auf der Suche nach Gründen für dieses plötzliche Verschwinden des gesamten Programms, stößt man auf einen kleinen Vermerk in den Roco Club Nachrichten I/2000 unter der Überschrift Produktveränderungen: „Ein längeres Leben hatte die Schmalspurbahn in HOe (...) die Nachfrage war auch hier stets gering, weshalb nun die Entscheidung zur Einstellung der Produktlinie getroffen wurde“.

Sicher war die Mariazellerbahn ein Nischenprodukt und nach einigen Jahren war der Bedarf an immer neuen Loks und Wagen beim Modellbahner, der sich mit der Mariazellerbahn beschäftigte, nicht mehr in ausreichendem Maße vorhanden. Also zog man einen sehr schnellen Schlussstrich. Interessant finde ich aber dennoch, dass man trotz einer “geringen Nachfrage” die Modelle immerhin für ca. 14 Jahre gefertigt hatte. Aber war das wirklich das Ende?

...und da gab es doch noch die Formen...

Nun, es war noch nicht das Ende der Mariazellerbahnformen. Als Neuheit 2001 konnte man im Prospekt einen ÖBB Flachwagen finden, der mit einem Lokkasten der 1099 beladen war (47183). Hier waren wohl noch Teile übrig, die auf diese Art verwertet wurden. Der Lokkasten trug im Prospekt die normale Anschrift als 1099.10 mit dem ÖBB-Flügelrad. Erschienen ist dieser Kasten auf dem Wagen aber dann als 1099.04 mit einem vollständig grauen Rahmen. Also mit einem Lokkasten, den es bisher im Rocoprogramm noch nie gegeben hatte. Da konnte man ja nur zuschlagen, um sich auf diese Art mit einem kleinen Hütchentausch eine weitere 1099er Version zu sichern. Auch der Katalog 2000/2001 zeigte dieses Modell als limitierte Neuheit. Im Katalog 2002/2003 war der Wagen aber wieder aus dem Programm genommen worden.

Erst im Jahr 2004 konnte man im Neuheitenprospekt wieder Modelle entdecken, die einem doch irgendwie bekannt vorkamen. Gut, es war NICHT die Mariazellerbahn, aber die Formen waren es. Für die neue Schmalspurdampflok der Deutschen Reichsbahn Baureihe 99 (HF100C) brauchte man Güterwagen. Also verwendete man die bekannten Formen der drei Güterwagentypen und versah diese mit DR Beschriftung der Epoche III.

Zwar gehören diese Wagen sicher nicht zur Mariazellerbahn, aber sie gehören zu diesem Thema. So erschienen ein offener Güterwagen vom Typ OO (34528), ein gedeckter Güterwagen vom Typ GG (34529) und ein Rungenwagen vom Typ HH (34530). Alle Wagen hatten einen schwarzen Rahmen.

In der International Collection vom Frühjahr 2004 wurde man aber dann endlich wieder mit „echten“ Modellen der Mariazellerbahn fündig. In der Beschriftung der BBÖ (Epoche IIIa) waren die drei Güterwagen neu aufgelegt worden mit dem OOm (34531), GGm (34532) und SSm (34533). Die Modelle waren vorzubestellen und wurden auf den September 2004 angekündigt. Soweit ich es nachvollziehen kann, erschienen die Modelle aber erst im Sommer 2005.

Prospekt Herbstneuheiten 2004

Neuheiten 2004

International Collection Frühjahr 2004

Auch an die Personenwagenmodelle erinnerte sich Roco dann in den Herbstneuheiten 2004. So erschienen in der tannengrünen Farbgebung der ÖBB der 2. Klassewagen vom Typ B (34022) und der 2. Klassewagen mit Gepäckabteil vom Typ BD (34023). Die Farbgebung passt sicher nicht zur Mariazellerbahn, aber es gab ja noch andere Schmalspurbahnen in Österreich. Im Hauptkatalog 2004/2005 waren aber nur die drei DR-Güterwagen zu finden, für die o. g. Herbstneuheiten war die Zeit zur Aufnahme in den Katalog wohl zu knapp.

Im Neuheitenprospekt 2005 konnte man dann wieder einige Modelle finden. So wurde ein HOe Digital Startset angekündigt, welches zwar eine DR-Dampflok der Baureihe 99 beinhaltete, aber auch einen offenen und einen gedeckten Güterwagen der DR der Bauart Bautzen, wie sie bei der Mariazellerbahn verwendet wurden. Des weiteren wurde die Neuauflage der drei (bekannten und beliebten) ÖBB Güterwagen angekündigt. Hierzu lebten auch die alten Bestellnummern wieder auf (34520 – 34522). Erneut gab es auch zwei grüne Personenwagen der Epoche IV. Dieser B (34024) und BD (34025) unterschieden sich durch eine viel vollständigere Bedruckung (sogar auf den Fensterscheiben) von den erst kurz zuvor erschienenen Modellen.

Soweit die Geschichte der Mariazellerbahn von ihrem Beginn 1986 bis zum Sommer 2005. Was danach folgte, war die finanzielle Schieflage, in die Roco geriet und die schließlich zum Konkursverfahren führte. Nach einigen Wochen der völligen Unsicherheit übernahm die Modelleisenbahn GmbH die Produktion und führte den Namen Roco fort. Aber nicht nur das, bereits im ersten Neuheitenprospekt 2006 wurde auch die Mariazellerbahn wieder bedacht...und wie!!!

Jetzt darf gedampft werden

Unter der Bestellnummer 33260 fand man das Vorbildfoto der Schmalspurdampflok Mh 6 der ÖBB, wie sie als Museumslok vorhanden ist. Angekündigt wurde dieses Prachtstück auf das 1. Quartal 2007. Damit die Wartezeit nicht zu lange wird, hat Roco zugleich für II/2006 eine Neuauflage der braunen Personenwagen angekündigt. Dabei wurden wieder die früheren Bestellnummern 34003 bis 34005 verwendet. Die Handmuster zeigten die Betriebsnummern 2104-3, 3164-6 und 4104-1. Dies wären aber alles bereits erschienene Nummern, aber es sind ja auch nur Handmuster im Neuheitenprospekt.

Im Mai 2006 sind dann diese 3 Wagen pünktlich erschienen. Sie trugen nun die Betriebsnummern 2103-0, 3163-8 und 4105-8. Schön, dass man diese bei der Neuauflage geändert hat. Auch die Piktogramme in den Fenstern machen die Wagen noch hochwertiger.

Auch das Neuheitenprospekt 2007 machte klar, dass der Mariazellertraum noch lange nicht vorbei ist. Hier war die Mh6 (Bestellnummer 33260) praktisch fertig zu bestaunen. Ein Grund, sich auf das neue Modellbahnjahr zu freuen und schon den einen oder anderen Euro in die Spardose zu werfen. Aber das war noch lange nicht alles. Auf der gleichen Seite im Neuheitenprospekt, nur ganz unten, wurde mit der Bestellnummer 34590 ein H0e Güterwagen-Set der Mariazellerbahn angekündigt. Es wurden zwei Flachwagen mit Holzbeladung und ein gedeckter Güterwagen gezeigt. Wie schon bei der Mh6, wurde auch hier als Auslieferungsdatum das 1. Quartal 2007 genannt. Dieses Set erschien dann übrigens in zwei Versionen mit unterschiedlichen Wagennummern.

Ja und was war das - da war noch ein digitales Start-Set zu sehen. Die 1099 war wieder da, allen Unkenrufen über irreparabel beschädigte Gussformen usw. zum Trotz. Sie bekam von Roco soger eine digitale Schnittstelle verpasst. Das Set beinhaltete die 1099 (abgebildet war als Vorbildfoto die 1099 004-2 Frankenfels), drei Personenwagen (2x B, 1x BD), Trafo, Digitalverstärker, multiMAUS (nein, ich habe kein Problem mit der Shift-Taste, Roco schreibt das so...) und Gleise.

Es blieb auch nicht bei den Ankündigungen. Im Frühjahr 2007 konnte der Schmalspurfreund endlich seine Mh6 in die Hände nehmen, das Modell war erschienen. Ein wunderbares kleines Schmuckstück und es zeigte, dass die Schmalspur bei Roco lebte.

Der Katalog 2007/2008 zeigte dann auch eine schöne Vielfalt an verschiedenen Modellen in H0e. Als Herbstneuheit wurde auf Basis der Mh6 eine ÖBB 399 angekündigt (#33261). Ebenfalls eine Doppelpackung gedeckter Güterwagen vom Typ GGm (#34591). Die Mh6 war selbstverständlich weiter im Programm. Die Mariazellerbahnpackung mit der neuen 1099 war bei den Startsets zu finden, auch wenn sie bei Veröffentlichung des Katalogs im Juli 2007 noch nicht erschienen war. Auch die drei braunen Personenwagen, wie auch die beiden grünen waren im Programm, dazu bei den Güterwagen je ein OOm, SSm und GGm, schließlich noch die Holzwagenpackung, die aber ebenfalls noch nicht auf dem Markt war und dann aber im August 2007 erschien. Die Güterwagen gab es auch weiterhin in der Ausführung der DR.

Der Papst kommt zur Mariazellerbahn

Mit der großen Zugpackung dauerte es dann allerdings noch etwas und erst im September 2007 war diese dann erhältlich. Dafür war in der Packung auch passend zu dem erst wenige Wochen zuvor stattgefundenen Besuch des Papsts Benedikt XVI in Mariazell eine kleine H0 Figur von Benedetto beigelegt. Ein netter Zug und damit haben auch die Roco Modelle der Mariazellerbahn höhere Weihen erhalten.

Hinsichtlich des Preises von ca. 250 EUR für eine 1099 mit dem Wappen von Frankenfels und Digitaldecoder, drei Personenwagen mit veränderten Wagennummern, Gleisen, drei Weichen, Trafo, Digitalverstärker, multiMAUS und dem Papst ein, wie ich meine, tolles Angebot, bei dem man einfach zuschlagen musste.

Kommen wir zum Neuheitenprospekt 2008. In einem H0e Digital Startset (#31023) mit einer 3-achsigen Dampflok lagen auch zwei Privatbahngüterwagen auf Basis der Mariazeller OOm und SSm bei.

Eine echte Mariazeller Neuheit war dagegen die 1099, die nun in der Folge der Zugpackung auch wieder als einzelnes Modell erhältlich war. Unter der Bestellnummer 33220 wurde das überarbeitete Modell im Jaffa Design angekündigt. Auch hier war die digitale Schnittstelle vorhanden. Abgebildet wurde auf dem Vorbildfoto die 1099 010-9 mit dem Wappen von Hofstetten-Grünau und genau so erschien die Lok auch im April 2008. Außerdem wurde unter der Bestellnummer 33262 auch die Reihe 399 der ÖBB (die frühere Reihe Mh) in Epoche IV für das 2. Quartal 2008 angekündigt.

Dann kam der Katalog 2008/2009. Dort wurde als Herbstneuheit unter der Bestellnummer 31024 ein weiteres digitales Startset angekündigt. Gezeigt wurde dabei im aktuellen Ötscherbär-Design eine braune 1099 mit drei braunen Personenwagen. Im Vergleich zu der vorangegangenen “Pabst-Packung”, war der Preis allerdings auf 369,-- EUR gestiegen. Nun, günstig war dies sicher nicht mehr. Diese Packung erschien dann aber mit den Wagen im Valousek-Design. In der ersten Auflae hatten die Wagen dabei braune Dächer (später grau). Außerdem wurde unter der Bestellnummer 33263 eine weitere 399er angekündigt.

Im Normalprogramm war weiterhin das digitale Startset mit der 3-achsigen Dampflok und den beiden Güterwagen auf Mariazellerbasis (#31023). Auch fand man die drei unterschidlichen Ausführungen der Mh6/399 im Programm (33260 - 33262), sowie die 1099 010-9.

Weiter waren die drei braunen Personenwagen vorhanden und bei den Güterwagen waren noch die drei DR-Beschriftungen vorhanden, der offene und gedeckte Wagen, wie auch die beiden Wagenpackungen 34590 und 34591.

Außerdem konnte im Katalog 2008/2009 ein weiteres Set entdeckt werden. Unter der Bestellnummer 34592 wurde ein zweiteiliges Set Halbrungenwagen angeboten, welches auch noch 2008 im Handel zu bekommen war.

Im Neuheitenprospekt 2009 ging es munter weiter mit den Neuheiten. So wurde die Mh der BBÖ in schwarz angekündigt in der Beschriftung der DR als Baureihe 99 (#33264). Auch die 1099 gab es als weitere Neuheit. Unter der Bestellnummer 33221 wurde die orange/beige 1099 002-6 in der Epoche III/IV gezeigt. Erschienen ist das Modell dann aber in der historischen Lackierung beige/karminrot mit dem Wappen von Gösing und hellgrauem Rahmen.

Passend dazu gab es eine Wagenpackung (#34090) mit drei Personenwagen im klassischen orange/beige. Dabei handelte es sich um zwei B-Wagen und einen BD.

Bei den Güterwagen gab es gleich drei Ankündigungen von Wagenpackungen. So ein dreitiliges Set mit zwei offenen und einem gedeckten Wagen auf Mariazellerbasis in der Beschriftung der DRG, Epoche II (#34593). Dann ein 3-teiliges Rollwagenset der DR (#34595), sowie ein zweiteiliges Set mit Halbrungenwagen und Holzbeladung (#34594).

Der Roco Katalog 2009/2010 zeigte dann die ganze Vielfalt des aktuellen Schmalspurprogramms. Als Packungen waren weiter das Digital Startset 31023 mit den beiden Güterwagen auf Mariazellerbasis vorhanden, sowie das Set mit der braunen 1099 und den drei Valousek-Wagen.

Bei den Dampflokomotiven war die Mh6 nicht mehr im Programm, aber dafür die anderen vier Ausführungen der Mh (#33261, 33262, 33263 und 33264). Bei einem unverbindlichen Verkaufspreis von 284,--, bzw. 294,-- EUR waren sie aber sicher keine Schnäppchen mehr. Bei der Einzelmodellen der 1099 war die neue 1099 002-6 zu finden. Das tatsächlich erschienene Modell trug dann aber im Unterschied zum Katalog das Wappen von Gösing auf der rechten Seite des Lokkastens, was auch korrekt war.

Bei den Personenwagen gab es die Packung 34090, aber die zeigte nun entgegen der Neuheitenankündigung drei braune Wagen (2xB und 1xBD). Auch war noch ein einzelner brauner B unter der Bestellnummer 34004 im Programm. Vielfältiger war das Angebot an Güterwagen. So gab es einen gedeckten Wagen einzeln (#34522), der 2009 (evtl. auch schon 2008) eine neue Betriebsnummer erhielt, sowie die Wagenpackung mit zwei weiteren gedeckten Wagen (#34591). Ebenso waren die beiden Wagensets mit je zwei Halbrungenwagen zu bekommen (#34592 ohne Holzladung, #34594 mit Holzladung). In der DR-Beschriftung gab es zudem die Wagenpackung 34593 mit zwei offenen und einem gedeckten Wagen, sowie alle drei Wagen (gedeckt, offen und mit Rungen) als Einzelwagen.

Auch der Neuheitenkatalog von 2010 brachte dem Schmalspurfreund neue Modelle. So wurde eine weitere Ausführung der 1099 im Betriebszustand der 80er Jahre angekündigt. Das abgebildete Modell zeigte das moderne ÖBB Logo, aber noch die alte Betriebsnummer (1099.05) ohne die Computerprüfziffer.

Zudem gab es ein Rollwagen-Set der ÖBB mit zwei 4-achsigen Rollwagen, wie sie zuvor schon in DR Beschriftung erschienen waren.

Als besondere Spezialität konnte sich der Mariazellerbahn Freund außerdem auf ein Personenzugset “Ötscherbär” (31026) freuen. Neben der braunen 1099 mit Ötscherbär Logo (daher nicht identisch mit der braunen 1099 aus der früheren Packung 31024) waren drei braune Wagen mit Ötscherbär Logo, Gleise, Multimaus, Trafo und Digitalverstärker dabei. Eigentlich eine sehr schöne Zugpackung, aber ein “Nachteil” war leider zu sehen und das war der UVP von 449,00 EUR. Wenn man etwas zurückblickt, findet man die in etwa vergleichbaren Zugpackungen 31022 (von 2007 - 250,00 EUR) und 31024 (von 2008 - 369,00 EUR). Bei der Preissteigerung graut mir schon vor der nächsten Packung.

Im Katalog Herbst/Winter 2010 wurden als Neuheiten ein 1./2.-Klasse Wagen in der orange/beigen Farbgebung angekündigt (34019 - AB 2101-9), sowie ein brauner Fahrradwagen “Ötscherbär” (34535). Diese Modelle sind dann auch um die Jahreswende erschienen. Auffällig war die neue Verpackung. Es war nicht mehr die übliche Styroporschalde mit Kartondeckel, sondern eine klare Plastikbox mit Deckel und zum Modell passenden Kunststoffeinsatz. Das sah auf jeden Fall besser aus, ob es jedoch haltbarer ist, da setze ich gleich mal ein deutliches Fragezeichen. Im Programm waren weiterhin die Ötscherbärpackung mit der 1099 010-9 zu finden, die 1099.05 und die Packung mit den zwei Halbrungenwagen. Mit DR-Beschriftung fand man noch die Standardgüterwagen (Offen, Gedeckt, Rungen).

Der Neuheitenkatalog 2011 brachte schon wieder weitere Neuheiten für die Mariazellerbahn. So wurden zwei Zugsets angekündigt. Ein Güterzug mit einer Rh 399, einem gedeckten Wagen und zwei Halbrungenwagen (#31051), sowie ein Personenzug mit der 1099 008-3, einem Fahrradwagen und zwei 2. Klasse Wagen in Jaffa, bzw. Valousek-Lack (#31050).

Des weiteren kam die Mh der NÖLB (#33266) und die Mh.3 der SLB (#33267) in das Programm. Nicht zu vergessen auch noch ein Set mit zwei offenen Güterwagen als Dienstschotterwagen.

Damit auch das passende Umfeld gestaltet werden kann, wurde der Bahnhof Mariazell als Bausatz aus gelasertem Karton in das Programm aufgenommen.

Im Katalog 2011/2012 stellte sich das Programm der Mariazellerbahn wie folgt dar:
Es gab drei attraktive Zugpackungen. So die 31026 (Ötscherbär 1099 010 mit 3 braunen Wagen), die 31050 (1099 008 mit 2 Personenwagen 2. Klasse und einem Fahrradwagen in blau) und die 31051 (Dampflok Rh. 399 mit einem gedeckten und zwei Halbrungenwagen mit Holzladung).
Bei den Lokomotiven gab es nun nur noch Dampfloks. So die 33266 (Mh er NÖLB) und 33267 (Mh.3 der Salzburger Lokalbahn).
Weiter war der 34019 (AB-Personenwagen jaffa) im Programm und für den Güterverkehr gab es mit dem 34535 (Fahrradwagen Ötscherbär), 34597 (2er-Set offene Güterwagen) und 34596 (Rollwagen-Set) auch einige Auswahl.
Ebenfalls war auch der Bahnhof Mariazell weiter im Programm. Bei einem Preis von 179,00 EUR (UVP) war das jedoch auch eine Anschaffung, die man sich mehrfach überlegte.

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