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Der Antrieb wurde natürlich in den nunmehr über 30 Jahren, die das Modell auf
dem Markt ist, verändert. Die allererste Ausgabe des altroten Modells von 1973 besaß noch ein Fahrgestell einer Diesellok aus dem USA-Programm ohne Schwungmassen. Der große Motor wurde von einer Plastikklammer
gehalten, eine Platine fehlte, die Verdrahtung war “fliegend” ausgeführt und Kabel führten zu den Lämpchen im Dachbereich (leider kein Bild vorhanden). In der kurz darauf folgenden Version (alle Farbgebungen)
arbeitete wieder der riesige 5-polige Motor mit zwei (allerdings ungewuchteten) Schwungmassen. Da das Laufverhalten nicht befriedigte, wurde schließlich nur eine gewuchtete Schwungmasse verwendet. Allerdings hat es
auch in dieser Zeit Modelle ganz ohne Schwungmasse gegeben. Die häufigste Version ist aber die mit einer gewuchteten Schwungmasse (Bild 1). Alle Achsen wurden über Kardanwellen/Schnecke angetrieben. Der kräftige
Motor mit der Schwungmasse sorgte dann für sehr gute Laufeigenschaften und einen großen Auslauf. Nun waren aber Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrtausends (verdammt lange her...) viele stromlose Abschnitte vor
Signalen noch nicht schwungmassengerecht. So schön die 215 auch ausrollte (und die roten Signale überrollte), so laut wurde plötzlich eine Verringerung des Auslaufs gefordert. Die 2. Auflage des Modells erhielt
daher keine Schwungmasse mehr (Bild 2).
Offenbar wurde danach aber wieder ein besserer Auslauf verlangt und Roco baute
erneut die Schwungmasse in die 215 ein. Hier ist mir die 215 093-6 von 1987 als erstes Modell bekannt. Die Schwungmasse war nun aber etwas kleiner im Durchmesser, auch wurde die Elektronikplatine etwas abgeändert
(Bild 3).
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Bei der ersten “Einfachversion” der 215, der in der Circus Roco Serie
erschienenen 215 001-9, fehlte die Schwungmasse wieder und zu Beginn wurde nur noch ein Drehgestell angetrieben. Es fehlte dann aber nicht nur die Kardanwelle, sondern auch das Innenleben des Getriebekastens. Die
Modellversion der 215 008-4 hatte dann den neuen, kleineren 5-poligen Motor mit Schwungmasse erhalten. Darüber lag noch die alte Elektronikplatine mit dem großen Motorausschnitt, was ganz witzig aussieht (Bild 4).
Die 215 020-9 altrot, die im gleichen Jahr erschien, hatte aber noch den großen Motor eingebaut.
Aber selbst optische Einfachmodelle, wie die 215 007-6 mit dem weißen
Seitenstreifen, erhielten das vollständige Innenleben der Modellloks (Schwungmasse, Lichtwechsel). Spätere Modelle, wie z. B. die 215 131-4, erhielten eine neue Platine, die nun durchgehend über dem Motor lag und
eine Digitalschnittstelle hatte (Bild 5). Der Platz für den Decoder fand sich unterhalb des Motors im Kraftstoffbehälter, leicht von unten zugänglich.
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Bei den Schwungmassen kann man aber in der Regel davon ausgehen, dass die
Einfachmodelle keine erhielten. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel, so dass man eine allgemeingültige Aussage über das Innenleben absolut nicht treffen kann. So die 215 055-5: Ein vereinfachtes Modell,
innen aber mit Schwungmasse auf dem niedrigen 5-poligen Motor, dafür aber ohne Lichtwechsel, mit nur einer Glühbirne und ohne Abdeckungen der Seitenfester des Maschinenraums.
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Hier ein Blick in die bereits oben erwähnte 215 001-9. bei der nur ein
Drehgestell angetrieben wurde. Es fehlt die Kardanwelle und alle Getriebeteile in dem einen Drehgestellblock.
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Zur Vervollständigung des Innenlebens hier auch noch ein Foto der 215 015-9,
welche von Roco mit einer Digitalplatine ausgestattet wurde.
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Hier auch noch ein Blick in die 218 158-4 (Gleichstrom Digital) hinein. Dabei
ist zu beachten, dass nun die Glühbirnen oder eingelöteten Kleinbirnen durch LEDs ersetzt wurden (das sind die beiden weißen Punkte auf der Platine). Hierdurch wurde auch eine neue Lichtleiterausstattung notwendig
(Foto unten). Der immer wieder beliebte Hütchentausch wird daurch etwas komplizierter.
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Zum Antrieb und Innenleben zum Schluss noch eine Ergänzung. Es ist bei der
Roco 215 in der Regel (Achtung bei den LED-Beleuchtungen und Lichtleitern) problemlos möglich, die Fahrgestelle der verschiedenen Versionen zu tauschen. So kann es gerade auf dem 2nd Hand Markt zu einer noch
größeren Zahl von Varianten kommen. Daher sollte bei einem Kauf immer der Blick in die Lok erlaubt sein, bei Internet Auktionen kann man evtl. ein Foto des Innenlebens anfordern. Damit geht man sicher, dass man auch
die “richtige” Version erhält, sei es mit Schwungmasse oder ohne, mit neuem Motor oder altem, mit Lichtwechsel oder ohne oder ganz ohne Beleuchtung, Digitalschnittstelle ja oder nein usw.. Daher nochmals die
Kriterien, bzw. mögliche Versionen:
Antrieb auf ein oder zwei Drehgestelle / Großer (geschlossener) oder kleiner
(offener) 5-poliger Motor / Platine mit oder ohne DSS / Schwungmasse (Anzahl) / Drehgestell von unten / Lichtwechsel / seitliche Fenstergestaltung / Frontfenster grau oder klar, mit
oder ohne Innneneinrichtung (=Lichtabdeckung) und Lokführer / Frontgrill lackiert oder graues Plastik. Habe ich alles?
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Schachtel und Ersatzteile
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Klar, bei einer derartig langen Produktionszeit änderte sich auch die
Verpackung. Die 215 in der Erstserie erhielt zuerst den Karton mit Sichtfeld, bevor dann die geschlossenen Kartons eingeführt wurden. Es folgten schließlich wieder Sichtfensterkartons. Inzwischen findet man die
Modelle in Playtime oder Professional-Kartons.
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Mehrfach habe ich darauf hingewiesen, dass besonders bei den Einfachmodellen
bestimmte Dinge vereinfacht wurden. Mit ein klein wenig bastlerischem Geschick, bzw. einem feinen silbernen Lacksift kann man viel verbessern (Griffstangen usw.). Man kann aber auch bei Roco ein paar kleine
Ersatzteile bestellen und zusätzlich die Einfachversionen aufrüsten. Das hilft schon viel und ist schnell erledigt. Hier die Bestellnummern (ohne Gewähr ;-):
Trittstufe schwarzgrau: 91418, Trittstufe braun: 91419
Führerstandsfrontfenster: 91402
Führerstandsseitenfenster: 91401 (groß), 91400 (klein)
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