Zurüstteile

Das Modell der 1014 kommt schon ziemlich komplett aus der Schachtel. Das Dach ist komplett zugerüstet, die Griffstangen sind bereits montiert und auch die Bremsschläuche (verkürzt) und Kupplungshaken stecken in der Pufferbohle. Selbst die weit abstehenden Rangiertritte sind eingesteckt und an den Drehgestellen sitzen die extra angesetzten Schlingerdämpfer und Auftritte. Bei einigen Serien lieferte Roco die Modelle mit einer komplett zugerüsteten Pufferbohle aus, später wurde dies aber wieder auf zwei teilzugerüstete Fronten geändert.

Aber es gibt trotzdem noch einen Zurüstbeutel und der ist gar nicht so klein. Dort befinden sich zwei geschlossene Schienenräumer (bzw. ein offener und ein geschlossener, je nachdem, was bereits je nach Lieferserie des Modells bereits angebracht wurde), Heizkupplungen(?), Steuerkabel, Einsätze zwischen Gehäuse und Schienenräumer, weitere Modellkupplungen, Scheibenwischer, unverkürzte Details für die Pufferbohle usw.

Roco ÖBB 1014

Sonstiges

Hier ist wieder der Platz für alles, was nicht unter Details passt. Auch da gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, wie Zurüstteile, Schachtel und Beschreibung.

Bei den beiden Modellen in der CAT Lackierung gibt es noch einen weiteren Zurüstbeutel, der in das viel zu kleine Fach gepresst wurde. Dieser beinhaltet zwei offene und zwei geschlossene Schienenräumer für die Fronten. Diese sind aber lediglich in grauer Farbe. Das ist so aber korrekt, denn Roco hat die CAT Gehäuse eben auf das Standardfahrgestell gesetzt. Dabei hat man aber bemerkt, dass die Schienenräumer bei den CAT Loks im Vorbild nicht mehr rot lackiert waren, sondern einheitlich grau. Sicher war es einfacher, dies so zu lösen, als an den Fahrgestellen aus der laufenden Fertigung andersfarbige Schienenräumer zu montieren. Wer seine CAT 1014 also genau nach Vorbild gestalten will, der wechselt eben die Schienenräumer.

Schachtel

Als die Roco 1014 erschien, war der Roco Standardkarton mit seinem blau/orangen Design und dem Sichtfenster die Standardverpackung. Dabei gab es einen weißgrauen Unterkarton, in dem der Styroporeinsatz lag. Das Styropor war passend ausgeschnitten, damit das Modell sicher eingelegt werden konnte. Egal ob der Führerstand 1 dann links oder rechts lag, passte das Styropor. Das kannte man bei anderen Modellen auch anders, was dann zu Abbrüchen von Antennen oder Isolatoren führen konnte.

In einem Fach links fanden die Zurüstteile ihren Platz, Die Plastikabdeckung dazu zeigte das gravierte Roco-Logo.

Beschreibung und Ersatzteilliste lagen zwischen Styropor und Boden. Darüber kam dann der Stülpdeckel mit dem Sichtfenster.

Auf der blauen Seitenlasche zeigte ein Aufkleber, was für ein Modell denn in der Schachtel war mit Bestellnummer, Betriebsnummer und einem kleinen Bild des Modells. Dazu kamen noch Hinweise zum Maßstab und zur Schnittstelle.

Zwischen den fast zeitgleich erschienenen Modellen der 1114 018-3 und der 1114 017-5 lag im Jahr 20023/2004 nicht nur eine Ordnungsnummer, sondern gleich eine ganze neue Schachtel. Zumindest meine ich, dass hier bei der 1014 zum ersten Mal die blau/graue Umverpackung mit dem neuen Roco Logo verwendet wurde. Unverändert in der Größe und im Aufbau, aber eben das neue Design und die 1014 war nun ein Bestandteil der Roco Professional Serie.

Für das Einlegen der Modelle in die Styroporschale wurde nun eine blaue Folie verwendet und auch der kleine Plastikdeckel über dem Zurüstteilefach erhielt das neue Roco Logo eingeprägt.

Mit dem Erscheinen der 1014 007-7 mit den zwei Stromabnehmern und der Wortmarke im Jahr 2006 umhüllte auch ein neues Schachteldesign das Modell. Gestaltung und Größe blieben wieder gleich, aber nun wurde der Umkarton in dunkelblau gestaltet. Das war aber nicht alles, denn Roco war nun zu der Modelleisenbahn GmbH geworden.

Das Logo wurde erneut verändert und ging in der Ausführung wieder zu den Wurzeln der Firma zurück. Hersteller war nun nicht mehr “Roco A-5033 Salzburg”, sondern “Modelleisenbahn GmbH A-5101 Bergheim”. Während bisher auf allen Verpackungen “Made in Austria” stand, hatte sich das jetzt in “Made in EU” geändert.

Innen war die Zurüstteilefachplastikabdeckung (tolles Wort) jetzt ohne irgendeine Gravur und dunkelgrau. Für mich nicht nachvollziehbar wurde der Aufkleber mit dem Schachtelinhalt (Bestellnummer, Betriebsnummer, Loksymbol usw.) jetzt auf die andere Seitenlasche geklebt. Nehmen wir einmal an, man ist Schachtelbahner und stapelt die Loks nicht liegend, sondern stehend, was weitgehend vermeidet, dass sich das Styropor in den Lack drückt, dann kann man die Lok jetzt auf den Kopf oder eben andersherum in den Schrank legen. Klar, geht, ginge aber auch besser, wenn man den Kleber nicht auf die andere Seite verlegt hätte.

Die nächste 1014 aus dem Jahr 2010 war die 1014 004-4. Inzwischen hatte man bei Roco (also der Modelleisenbahn GmbH) für die Verpackungen der Wechselstromversionen zur Unterscheidung eine graue Farbgebung gewählt. Ansonsten gab es ein paar Veränderungen in der Schrift oder der seitlichen Beschriftung, Größe und Ausführung bleiben aber gleich.

Die bisher letzte 1014 erschien im Jahr 2017. Da hatte sich inzwischen die Verpackung erneut verändert, Dies aber radikaler, als je zuvor. Jetzt war die Verpackung deutlich größer geworden. Das Design hatte sich verändert und strahlte nun in blau und grau. Das Sichtfenster war entfallen.

Die ganze Verpackung wirkte jetzt eher minimalistisch. Einfache Strukturen, Reduktion auf das Wesentliche, keine Schnörkel, keine Ablenkung. Der Interessent sollte sich ganz darauf konzentrieren, was ihn nach dem Öffnen erwartet. Die Vorfreude sollte sich in das Unermessliche steigern und der Anblick des Modells nach dem Öffnen sollte einen Kaufreiz auslösen, dem kein Modellbahner widerstehen könnte. Ich gebe zu, ich hatte mal irgendwann vor Jahrzehnten einen Kunst Leistungskurs im Gymnasium und genau so wurden da Bilder berühmter Maler beschrieben. Nicht, weil es so war, aber weil so ein Geschwafel für eine Menge Notenpunkte sorgte. Daher nun zurück zur Verpackung.

Auch der Unterkarton war nun dunkelblau. Der Styroporeinsatz war für das Modell ohne Veränderungen, bis auf die Größe, aber das Zurüstteilefach war nun größer, dafür nicht mehr abgedeckt, die Folie war wieder klar. Insgesamt war der Karton stabiler, aber eben auch größer, was nicht jeder Modellbahner gut fand. Aber immerhin war der Kleber auf der Seitenlasche nun wieder, von oben gesehen, links.

Waschzettel

Ich weiß auch nicht, woher der Begriff Waschzettel kommt. Kein Mensch wäscht Modellloks bei 30 oder gar 60 Grad. Gemeint sind damit die beigelegte Bedienungsanleitung und die Ersatzteilliste. Der Begriff Waschzettel ist zwar falsch, aber nett, daher verwende ich ihn.

Auch diese waren über den Produktionszeitraum gewissen Veränderungen unterworfen. Grundsätzlich wurden beigelegt:
Die Bedienungsanleitung mit Vorbildinformationen, Hinweisen zur Inbetriebnahme und Wartung (in D, GB und F), dazu eine Bildanleitung zu den verschiedenen Schritten (in deutsch, englisch und französisch) integriert in der Mitte der Beschreibung. Zusätzlich eine 2-seitige (3-seitige) Ersatzteilliste (in deutsch und englisch).

Auch hier gab es unterschiedliche Versionen und ich habe die mir vorliegenden zusammengestellt. Es kann evtl. noch andere geben, da ich aber eine ziemlich vollständige Sammlung an Roco 1014ern hatte, glaube ich das nicht. Es gab außerdem eine unterschiedliche Ersatzteillisten weniger als Bedienungsanleitungen, da der Dummy keine eigene Liste erhielt.

Ein Klick auf die Bildchen macht sie größer, es sind JPG-Dateien.

Waschzettel - Bedienungsanleitung

43820 / 43860

Ohne Angaben eines Herstellungsdatums, wurde bei den ganzen ersten Serien des Modells verwendet (nicht beim Dummy).

43821 / 43861

Ohne Angabe eines Herstellungsdatums, spezielle Auflage für den motorlosen Dummy. Es lag aber eine komplette Ersatzteilliste bei.

43820 / 43860 / 43862 / 63610 / 69610

Vermerk: III/99, also eine neue Auflage, zudem gab es auch schon Modelle mit der “6” am Anfang der Bestellnummer.

63611 / 63612 / 69612

Auflage I-2003, nur für die 6xxxx Bestellnummern.

43820

Eine Auflage von 2003-II. Daher für die letzte Auflage unter dieser Bestellnummer. Deutet zudem darauf hin, dass das Modell der 1014 001-0 aus dem Jahr 2003 (mit den Stromabnehmern außen) nur in DC aufgelegt wurde.

63612 / 63613

Auflage 2004-IV, die Bestellnummer der International Collection (63611) fehlt nun, auch keine AC Bestellnummer genannt. Jetzt aber mehr Seiten (3 DIN A4 Blätter).

63768 / 69768

Auflage 2006-IX, Neue Bestellnummer, neue Bedienungsanleitung ((3 DIN A4 Blätter).

62663 / 68663

Auflage 2010-X (3 DIN A4 Blätter).

72474 / 78474

Auflage 2017-I (3 DIN A4 Blätter).

Waschzettel - Ersatzteilliste

43820 / 43860

Auflage 97-10

63611 / 63612 / 69612

Auflage 2003-01

63612 / 63613

Auflage 2004-05 (3 Seiten!)

62663 / 68663

Auflage 2010-08

43820 / 43860 / 63610 / 69610

Auflage: 99-03

43820

Auflage 2003-02

63768 / 69768

Auflage 2006-09

72474 / 78474

Auflage 2016-12

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