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Den Modellstraßenbahnfreund freute die Ankündigung und er musste nun nur noch abwarten. Im Juni 2013 war der Homepage von Halling zu entnehmen, dass die Produktion begonnen hatte und mit einer Auslieferung im Herbst zu rechnen sei (KW 34). Auch wurden bereits die Preise des Modells angegeben. Diese waren 135,-- EUR für das Standmodell und 179,-- EUR für die motorisierte Version. |
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Es dauerte dann doch noch etwas länger, aber am 14.11.2013 waren auf der Facebookseite der SSB verschiedene Modellfotos zu finden. Das Modell sollte nun ab der 47. Kalenderwoche lieferbar sein. Also praktisch in der nächsten Woche. Zumindest ab dem 19.11.2013 war das Modell bei Halling auch als “erhältlich” gelistet. Es war aber zu beachten, dass in Deutschland das Alleinvertriebsrecht bei der SSB lag. Man konnte also nicht einfach sein Modell bei Halling in Österreich bestellen, wenn man in Deutschland wohnte, sondern eben nur bei der SSB, wie z. B. über die Homepage. Bei der SSB kosteten die Modelle dann aber etwas mehr, als bei Halling direkt. So wurden für die motorisierte Version 185,-- EUR und für das Standmodell 150,-- EUR verlangt. Dafür war aber das Porto günstiger. Eine Alternative wäre natürlich auch eine Fahrt oder ein Flug nach Wien zur Modellbeschaffung gewesen, was bestimmt schön gewesen wäre, aber nicht unbedingt “preiswert”. |
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Die Preise waren durchaus im Rahmen anderer Straßenbahnmodelle von Halling. Allerdings waren sie im Vergleich zu dem Vorgänger, dem DT8.10, dann doch eine deutliche und schmerzliche Steigerung. Denn den gab es für “nur” 75 EUR als Standmodell und 100,-- EUR mit Antrieb. Man konnte nun also gespannt sein, wie sich der DT8.12 verkaufen würde. Denn wer einfach nur ein Modell der SSB suchte, der griff sicher zu dem wesentlich günstigeren DT8.10 und, das sei hier gleich vermerkt, die beiden Modelle sind technisch absolut identisch. Aber dazu mehr bei den Details. |
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Zu den H0-Modelldaten noch ein paar Worte, denn die hat Halling schön auf seiner Homepage dargestellt: So gab es die Modelle ohne und mit Antrieb. Der angetriebene Doppeltriebwagen ist dabei mit zwei Motoren ausgestattet. Dabei wird in jedem Fahrzeugteil über den Dreipoler mit einer kleinen Schwungmasse das vordere Drehgestell angetrieben. Diese Achsen dienen auch der Stromabnahme. Eine Beleuchtung ist nicht vorhanden, auch keine Digitalschnittstelle. Als Länge wurden 450mm angegeben und ein befahrbarer Mindestradius von 360 mm. |
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Dann herrschte viele Jahre Ruhe an der Modellfront und der DT 8.12 war schon fast vergessen, wobei es das Modell aus den Lagerbeständen noch viele Jahre bei der SSB zu kaufen gab. Hinzu kamen Probleme bei Halling. Die Firma wurde im Jahr 2015 von Ferro Train übernommen, behielt aber ihren Namen und Auftritt. Der bisherige Geschäftsführer und Namensgeber Leopold Halling trat Ende 2014 aus und der neue Geschäftsfüher Rudolf Neumann trat die Geschäftsführung im November 2015 an (Quelle: Northdata.de). Dann lief es einige Jahre ohne besondere Auffälligkeiten, bis dann im Frühjahr 2024 Zahlungsschwierigkeiten auftraten und ein Herunterfahren der Produktion die Folge war. Zuerst hieß es, dass nur noch die Antriebskomponenten weiterhin gefertigt werden sollten. Es kam zu einem Räumungsverkauf im Mai/Juni 2024 mit Rabatten. Aber schon im Juni wurde wieder mit der Produktion im kleinen Rahmen fortgefahren, da es eine große Anzahl von Bestellungen im Räumungsverkauf gegeben hatte. Im September teilte Halling mit, dass es eine neue Geschäftsleitung gäbe und man nun wieder normal produzieren möchte, es kam zudem auch bereits eine erste Neuauflage vom Flexity Blackpool. Im Newsletter 11/2024 teilte Halling mit, dass man einen neuen Chef habe. Bei Northdata konnte man dann entnehmen, dass am 07.11.2024 Rudolf Neumann nicht mehr Geschäftsführer war und Joachim Haselmayer neuer Geschäftsführer wurde. Bei dem Namen klingelte es jedoch - Joachim Haselmayer war der Chef vom Mostviertler Modellbahnhof, der schon davor das Programm von Ferro Train/Stängl übernommen hatte, da er ein Herz für die Schmalspurbahn hatte. Jetzt also auch die Straßenbahn? Ja, warum nicht? Allein wer einmal über die Homepage vom “Mostviertler” geht und seine vielen Kommentare und Statements liest, der merkt, dass hier jemand sein Herz absolut an die Bahn vergeben hat. Also konnte man Daumen drücken. |
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Etwas schlucken musste zumindest ich bei dem jetzt aufgerufenen Preis. Die Standmodelle wurden zwischen 239,90 EUR und 261,90 EUR angeboten und die motorisierten Modelle zwischen 279,90 EUR und 299,90 EUR. Preiswert war dies sicher nicht, aber zumindest war es mir den Preis wert, denn wenn die Vorbilder täglich unter dem Fenster vorbeifahren, ist das zwar kein vernünftiges Argument für den Kauf, aber zumindest ein “Grund”. Außerdem wollte ich diese Seite hier vervollständigen. Ich war also sozusagen gezwungen, die Modelle zu beschaffen, auch wenn ich dafür ganz schön lange schaffen musste. |
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Selbstverständlich gab es bei der Neuauflage einige technische und optische Veränderungen zu der Erstserie von 2013. Darauf gehe ich aber speziell auf der Unterseite “Details” ausführlich ein. Es fällt aber vor allem auf, dass die neue Serie nun aus einem glasklaren Kunststoff besteht, der dann bedruckt wurde, während dieser bei der Erstserie einen leichten Grünstich hatte. Zudem ist das Gelb etwas fahler, was an sich nicht auffällt, aber leider bei den Übergängen zu den Fronteinsätzen dann doch einen deutlichen Farbunterschied zeigt, der bei der Erstserie nicht so deutlich zu erkennen war. Besonders innen zeigte sich ein fast völlig neues Modell. Nun mit einer NEM 651 Schnittstelle und einem völlig neuen Antriebskonzept. |
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Aus dem Internet konnte ich zudem entnehmen, dass Halling plante, nach Abverkauf der Serie ohne Werbung, noch im Frühjahr 2026, eine weitere Serie mit veränderter Wagennummer zu fertigen. Dafür sprach auch, dass die Wagennummer des Standardmodells 3581/3582 war, aber auf der Schachtel (aber nur auf der langen Schmalseite, nicht auf der Öffnungslasche) die Nummer 3617/3618 aufgedruckt war. Aber auch bei der Zeitreise war auf der langen Schmalseite der Schachtel 3551/3552 aufgedruckt, während das Modell und der Kleber auf der Öffnungslasche die Wagennummern 3549/3550 trug. War dies vielleicht auch ein Hinweis auf eine weitere Serie? Im März 2026 waren die drei neuen Modelle auf der Homepage der Stuttgarter Historischen Straßenbahn e. V. als “ausverkauft” gelistet, aber für den 04.03.2026 wurde ein Verkauf im Straßenbahnmuseum angekündigt. Wie auch immer, es scheinen sich sehr schnell viele Straßenbahnfreunde für die neue Auflage begeistert zu haben. |
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Da ich die Modelle ja bereits hatte, verzichtete ich auf den Besuch im Straßenbahnmuseum, obwohl es mich interessiert hätte, ob dort im Verkauf die identischen Wagennummern waren. Dafür sorgte ein Blick auf die Homepage der SHB ein paar Tage später für eine für mich ziemlich unschöne Überraschung. Obwohl alle Modelle weiterhin als “Sold out” gekennzeichnet waren, hat dies offenbar nicht verhindert, dass sich der Verkaufspreis erheblich verändert hatte. Das Standardmodell ohne Antrieb kostete jetzt 280,-- EUR statt 239,90 EUR, wie eine Woche zuvor. Mit Antrieb war der Aufschlag bei 30,-- EUR (310,-- EUR statt 279,90 EUR). Der Preis vom Ökomobil und der Zeitreise lagen nun bei 300,-- EUR ohne Antrieb und 340,-- EUR mit Antrieb (zuvor waren das 259,90, bzw. 261,50 ohne und 295,90 bzw. 299,90 mit Antrieb). Also “Preisanpassungen” zwischen 30,-- EUR und 44,-- EUR nach oben, die ich hier erwähne, aber lieber nicht weiter kommentiere, da ich keine BWL studiert habe. Bei Halling waren auf der Homepage die Preise jedoch zu diesem Zeitpunkt unverändert. |
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