Details 2025

Nach dem Erscheinen der Neuauflage 2025 wurde diese Unterseite ergänzt, da es doch einige Unterschiede gab, die ich im Bild zeigen wollte. Dies jeweils mit dem Modell von 2013 auf einer Seite zu verknüpfen war mir zu unübersichtlich und wer weiß, vielleicht gibt es in ein paar Jahren noch eine veränderte Auflage.

Halling hat die drei unterschiedlich lackierten Modelle auf den Verpackungen ja als DT 8.12, DT 8.14 und DT 8.15 bezeichnet.

Das ist auch korrekt, allerdings sind diese Serien prinzipiell baugleich, die unterschiedliche Bezeichnung rührt aus dem verschiedenen Bestellungen und Lieferserien her.

Jede Serie bestand aus 20 Zügen, also 40 Wagennummern, die fortlaufend nummeriert wurden:

DT 8.12: 3501 - 3540
DT 8.14: 3541 - 3580
DT 8.15: 3581 - 3620

Dachstromabnehmer

Bei dem auf dem Modell von 2025  verwendeten Stromabnehmer handelt es sich unverändert um einen angenäherten Stromabnehmer, wie er schon 2013 verwendet wurde. In groben Zügen entspricht er dem Vorbild, genauer sollte man ihn aber nicht vergleichen.

Er ist wieder komplett blau lackiert, das verwendete Blau ist jedoch etwas heller als 2013 und der Mattgrad ist sichtbar höher.

Beim Vorbild erscheinen mir die Stromabnehmer jedoch eigentlich immer grau, ob dies Verschmutzungen sind und die Grundfarbe eigentlich blau war, kann ich nicht sicher sagen.

Gehäuse

Ein elektrischer Anschluss des Stromabnehmers ist beim Modell nicht vorhanden. Falls man diesen benötigt, muss man ihn selber herstellen.

Weiterhin sitzt der Stromabnehmer vorbildgerecht auf dem Wagenteil mit der ungeraden Nummer.

Hier gab es mehrere sichtbare Veränderungen zum Modell von 2013. Dabei fiel vor allem auf, dass das Gehäuse nun nicht mehr aus einem leicht grünlich eingefärbten klaren Kunststoff bestand, sondern aus einem klaren Kunststoff ohne Farbeinschlag.

Es blieb die Herstellungsweise, dass auf das durchsichtige Gehäuse die Lackierung und Bedruckung aufgetragen wurde unter Aussparung der Fenster. Ebenso wurden die angedeuteten Trittstufen nun nicht mehr auflackiert, sondern unbedruckt belassen, was etwas mehr Tiefe verschaffte.

Auf dem Foto sieht man jedoch schon ein Manko der Neuauflage 2025, was zumindest mich stört. So wurde das Gehäuse in einem etwas helleren gelb bedruckt. Die Front mit den weiterhin nur aufgedruckten Scheinwerfern und der Wagennummer wurden jedoch nicht farblich angepasst. Während dies bei der Auflage 2013 praktisch nicht auffällt, ist der Farbunterschied der Neuauflage 2025 bei allen drei Ausführungen leider deutlich sichtbar.

Der nun verwendete Digitaldruck (vermute ich) zeigt auch bei den Kameras über der Führerstandstür deutliche Farbunterschiede.

Auch bei der “Zeitreise” ist der Farbunterschied deutlich zu sehen. Hier kommt leider noch dazu, dass auch ein Druckversatz bei den Zierlinien am Übergang Gehäuse zu der Front vorhanden ist, den ich nicht schön finden kann und der die Optik des ansonsten durchaus gelungenen Modells mit seiner Bedruckung deutlich schmälert.

Der Druckversatz und dem Farbunterschied sollte bei weiteren Auflagen unbedingt verbessert werden. Es ist ja (preislich) keine Spielzeuglok.

Dies gilt auch für die Bedruckung der Fensterrahmen und weiterer Details. Hier wirkt besonders im Vergleich zur Erstauflage von 2013 der Druck grob und pixelig. Natürlich nur, wenn man nahe an das Modell geht, aber gerade im direkten Vergleich auffällig und dann sollte auch die Druckreihenfolge angepasst werden, damit nicht die Türöffner von den Fensterdichtungen der Türen zum Teil überdruckt werden.

Auch an der “Ökomobil” kann man die Einschränkungen (Streifen und Unschärfen) des Digitaldrucks durchaus erkennen. Klar, auch hier gilt, dass man eben nicht so nah an das Modell gehen sollte. Feiern muss man das aber auch nicht..

Die Dachpartie wurde über den Führerständen ein wenig überarbeitet. So wurde nun beidseitig ein “Antennentisch” (laut SSB Facebookseite) angebracht. Dieser war bisher nur auf der Seite mit der geraden Wagennummer. Der Antennentisch auf der geraden Wagennummer wurde mit einer Antenne und einer zusätzlich Andeutung von Leitungen ergänzt. Ebenso wurde er überarbeitet.

Die Dachlackierung veränderte sich auch. War diese bei der Erstauflage 2013 dunkelgrau, tendierte man jetzt zu einem mehr silbernglänzenden Ton, was durchaus gut wirkte. Bei der “Zeitreise” war das Dach im Vergleich zu den anderen beiden Modellen der Neuauflage 2025 etwas heller lackiert. Die Dächer wurden umfangreich bedruckt und deuten so Lüfter und Gitter an, wie auch Warnhinweise.

Zusammenfassend halte ich für mich fest, dass es zwar ein paar Makel gibt, die drucktechnisch bedingt sind und vielleicht auch später verbessert werden können, aber insgesamt wirken die Bedruckungen im Normalabstand überzeugend und stellen interessante Varianten des DT 8.12 dar. Da wünscht man sich doch auch noch eine Auflage “Team SSB”.

Innenleben

Auch bei der Neuauflage 2025 muss man einfach nur das Gehäuse vom Fahrgestell trennen, nach oben abheben. Es gibt keine Schrauben und man muss auch nichts spreizen, das kann aber helfen. Vom Prinzip ist es so, dass die zweigeteilte Inneneinrichtung mit jeweils 4 Stiften im Fahrzeugboden steckt. Das Gehäuse wiederum steckt mit 4 Stiften in der Inneneinrichtung. So kann es sein, dass man die Inneneinrichtung mit abhebt oder nur zum Teil oder gar nicht. Alles kein Problem. Danach stellt man fest, dass der Führerstand nun dunkelblau statt mittelblau eingefärbt ist und der Fahrersitz blau statt grau.

Wenn dann auch die Inneneinrichtung abgehoben ist, blickt man auf den Fahrzeugrahmen und stellt fest, dass man bei Halling den Motor vergessen hat. Nein, wirklich, das war mein erster Gedanke als ich dort, wo ich den Motor nach bekannter und bewährter Art erwartet hatte, nur drei schwarze Gewichte fand. Dafür war das Gewicht aus dem Dachbereich verschwunden und damit der Schwerpunkt tiefer.

Natürlich hatte Halling den Motor nicht vergessen, sondern das Antriebskonzept deutlich verändert. Nun lag direkt auf dem vorderen und hinteren Drehgestell ein kleiner, fast schon winzig zu nennender Glockenankermotor. Auf beiden Wellenenden wurden Metallschnecken aufgezogen, welche direkt auf die Antriebszahnräder im Drehgestell wirkten.

Die Stromabnahme erfolgte von der Rückseite der Radscheiben des Antriebsgestells. Da die beiden Wagenhälften elektrisch verbunden sind, gibt dies vier Stromabnahmepunkte je Schiene.

Neu ist nun die Platine, die in einem Wagenboden verborgen ist. Dort laufen die Stromabnahmekabel der beiden angetriebenen Drehgestelle zusammen und es gehen die Kabel zu den beiden Motoren ab. Es ist eine Schnittstelle nach NEM 651 vorhanden, so dass der DT 8.12 problemlos digitalisiert werden kann. Platz für einen Decoder ist ausreichend vorhanden.

Schachtel

Die Verpackung der Neuauflage 2025 blieb in der Größe unverändert, der Umkarton wurde aber mit dem jeweiligen Inhalt gestaltet. Das sah wieder sehr attraktiv aus, wobei, wie schon erwähnt, bei dem Ökomobil und der Standardausführung andere Wagennummern aufgedruckt waren, als sie auf dem Modell zu finden waren. Diesen unstimmigen Aufdruck fand man aber nur auf der Seite der Verpackung. Auf dem Aufkleber auf der kleinen Öffnungslasche waren sie korrekt wiedergegeben. Ob es weitere Auflagen gibt oder gab, werde ich hier sicher noch irgendwann ergänzen können. Die Plastikschale war jetzt weiß statt grau.

Sonstiges

Beigelegt wurde auch der Neuauflage 2025 wieder eine weitere Verbindungsstange für die beiden Wagenhälften (als Reserve) und die beiden Zielschildhalter über den Führerständen. Die bisherige Ersatzkupplung für die Front fehlte. Sollte man zwei Züge zusammenkuppeln wollen, steht in der Bedienungsanleitung, wie es geht.

Außerdem gab es neue, aktualisierte Zugzielschilder für die Front- und Seitenfenster. Da wurden die Ziele etwas reduziert. Waren es bei der Erstauflage 2013 noch 10 unterschiedliche Ziele und Linien, waren es jetzt noch 6 Ziele, aber das dürfte ja wohl auch genügen, um den DT 8.12 auf die Linie zu schicken. Dafür waren die Aufkleber für die Seitenfenster nun mit Zwischenstationen versehen worden.

Eine 4-seitige Anleitung mit allen notwendigen Informationen zur Gehäuseabnahme, zum Zerlegen und zu der Zielschildanbringung vervollständigte die Verpackung.

Halling DT 8.12 Vorbild Geschichte Übersicht Details 2013 Details 2025 Vergleich 13-25