Lima FS E656

Details

Hier trenne ich die Detaildarstellung der Modelle in die Erstauflage von Lima mit der E656 023 und der E656 519, sowie in die Neuauflage ab 1993. Das macht Sinn, da diese beiden Modellfamilien doch sehr unterschiedlich waren. Die Modelle unter dem Hornby/Rivarossi-Label kommen am Ende, werden aber nicht mehr intensiv dargestellt, mangels vorliegender Modelle.

Die Erstauflage

von außen

Lima hatte auch seine E656 nach seinen damals üblichen Produktionsschema gefertigt. Plastikrahmen, Plastikgehäuse, der bewährte Rundmotor, ein Gewicht in das Gehäuse und eine freifliegende Verkabelung. Stromabnahme nur von jeweils 2 Achsen je Lokseite. Bei der beleuchteten Lok je Seite eine Glühbirne, die neben den Frontscheinwerfern auch den kompletten Führerstand hell ausleuchtete. Also Licht und Schatten und eben ein einfaches Modell. Die Beschriftung, bis auf die weiße Loknummer an der Front, war anfangs in gelb aufgedruckt und nicht ganz konturenscharf, für damalige Verhältnisse aber akzeptabel. Auch hier wurden die Lokseiten unterschiedlich bedruckt.

Was aber Lima auch hier wieder sehr gut gelungen war, das war die Wiedergabe des Lokgehäuses, das sehr gut getroffen wurde und auch in Kleinigkeiten vorbildgerecht war. So wurden beide Lokhälften unterschiedlich gestaltet und zeigten damit vorbildgetreu die E656 auch hinsichtlich der Lüfteranordnung und Verwendung von runden, bzw. ovalen Seitenfenstern. Ebenfalls wurde so der Dachbereich entsprechend umgesetzt, da der Dachaufbau auf beiden Hälften unterschiedlich gestaltet war. Zwar waren die Dachleitungen, Kühlschlangen und Trittbretter alle nur angegossen, ihre Gestaltung war trotzdem durchaus zufriedenstellend und konnte gefallen. Auch die diversen Lüfter, Gitter und Klappen, zum Teil vertieft, waren sauber nachgebildet worden.

Die Beschriftung, bis auf die weiße Loknummer an der Front, war anfangs in gelb aufgedruckt und nicht ganz konturenscharf, für damalige Verhältnisse aber akzeptabel. Auch hier wurden die Lokseiten unterschiedlich bedruckt.

Der Stromabnehmer ist aus dem Lima Standardprogramm und ähnelt dem Vorbild insoweit, dass es ein Stromabnehmer ist. Aber auch hier gilt, dass bei einer einfachen Lok für einen günstigen Preis ein solcher Kompromiss normal war und auch bei deutlich teureren Modellen anderer Hersteller war dies nicht unüblich. Mit der Zeit wurde der jeweils aktuelle Stromabnehmer aufgesetzt. So haben die frühen Modelle eine schwarze Bodenplatte, die später gegen eine rote ausgetauscht wurde.

Insgesamt wirkt die Lima E656 stimmig, lediglich ihre Hochbeinigkeit konnte kritisiert werden. Sie wirkte einfach etwas zu hoch, was evtl. dem Standardmotor geschuldet war, der sonst im Gehäuse angestoßen wäre. Hier unterschied sich das Modell nicht von der bereits erschienenen E646/E645, die auch etwas hoch wirkte. Dafür hatte die E656 von Lima gegenüber der Rivarossi E656, mit der sie konkurrierte, einen riesigen Vorteil - sie war maßstäblich!

Die etwas voluminöse Bügelkupplung führte dazu, dass unterhalb der Loknummer an der Front ein Ausschnitt notwendig wurde. Auch die sehr kleinen Pufferteller dürften ihren Grund darin haben, dass die Kupplung so relativ frei beweglich war, auch wenn diese fest an der Drehgestellblende montiert war.

Die Drehgestellblende ist zwar relativ einfach gehalten, trifft aber auch hier das Vorbild wieder sehr gut.

Hier gibt es aber deutliche Unterschiede zwischen den Drehgestellblenden der E656 023 und der E656 519, wie die beiden Fotos rechts zeigen. Bei der späteren Blenden der E656 519 (unten) sind die Sandkästen anders geformt, es gibt weitere kleine Details und kleine angedeutete Leitungen oberhalb der Achslager.

Da wäre dann auch noch der Umschalter für die Unter-/Oberleitung. Dieser wurde hinter einem Stromabnehmer eingebaut und fiel dadurch nur wenig auf.

Der “Caimano”, das kleine rennende Krokodil der E656, war als Logo auch nicht bei allen Modellen aufgedruckt worden. Das ist aber auch vorbildgerecht. Wie auch immer, erst bei den späteren Auflagen der Erstserie E656 023 kam es auf die Lok. Die E656 519 dagegen wäre mir bisher nicht ohne Caimano bekannt.

Man beachte auf dem Foto rechts auch, dass die Rahmenbeschriftung noch gelb ist, die seitliche Loknummer dagegen schon weiß.

Nach einer langen Produktionszeit wurde die E656 023 in der “Hobby-Line” dann durch das Modell der E656 519 ersetzt. Aber hier wurde nicht nur die Betriebsnummer geändert. Während der konstruktive Aufbau gleich blieb, erhielt die neue E656 eine veränderte Front mit Doppellampen, wie es auch beim Vorbild zutreffend war. Außerdem wurde der Ausschnitt in der Pufferbohle nun verschlossen, es wurden ein paar Zurüstteile beigelegt, wie Scheibenwischer, Pfeife und Horn, für die auch bereits die Löcher vorgebohrt worden waren, bzw. oberhalb der oberen Lampe eine Aufnahme vorgesehen wurde. Das rechts gezeigte Modell dürfte aus der Lima Konkursmasse stammen, da es nur hinterlegte Fenster hat. Die angesetzten Scheibenwischer würden da aber ziemlich lächerlich aussehen.

Weitere Veränderungen war eine Lackierung in blau/grau, die dem Vorbild deutlich näher kam, sowie eine trennschärfere Lackierung und Bedruckung, nun in weiß, die sehr scharf ausfiel. Dazu kamen lackierte Griffstangen und diese Überarbeitung hat dem Einfachmodell richtig gut getan und so verwundert es nicht, dass es noch heute bei vielen Limafreunden auf der Anlage eine Heimat hat.

Der “Caimano”, bei der E656 519 war nun auch viel schärfer aufgedruckt worden und vor allem die schwarz unterlegte seitliche Loknummer und Fabrikschild trugen zum besseren Aussehen bei.

Zum Abschluss der Betrachtung von außen hier noch die beiden Fronten der E656 023 und E656 519 im direkten Vergleich. Die erwähnten Unterschiede wie Lampen, Kupplungsausschnitt, Scheibenwischer usw. werden hier noch einmal deutlich. Es fällt auch auf, dass die silberne Lackierung der Fensterrahmen bei der E656 519 nicht vorhanden ist. Das ist aber kein Fehler, denn die Loks der späteren Bauserien hatten nicht mehr Metallrahmen, sondern gummigefasste Scheiben. Ein dünner schwarzer Rahmen wäre korrekt, aber besser ganz ohne Lackierung als silbern.

von innen

Es wird Zeit für den Blick in die Erstauflage hinein. Also zuerst wie immer die Frage, wie die Lok denn nun geöffnet wird. Je nach Ausführung sind die Puffer vorsichtig herauszuziehen, bzw. zu drehen, wenn sie ein Gewinde haben. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Pufferhülsen splittern leicht und selbst bei neu gekauften Modellen können hier vom Einstecken bei der Produktion schon Beschädigungen vorliegen. Das ist aber nicht alles, denn der Knackpunkt, den man evtl. nicht gleich findet, sind zwei Schrauben, welche die Gehäuseteile auf dem Rahmen halten. Diese verstecken sich nun aber nicht unter den Dachaufbauten, die man abnehmen kann, sondern man legt die Lok auf das Dach und dreht das mittlere Drehgestell um 45 Grad. Jetzt erkennt man durch die Drehgestellblende die beiden Schrauben. Raus damit und das Gehäuse geht ohne weitere Rastnasen nach oben ab.

Wie schon beschrieben ist das Innenleben Standard der damaligen Zeit. Rundmotor auf einem Enddrehgestell und Stromabnahme je Seite von nur zwei Achsen. Bei der E656 023 ist nur im Antriebsteil ein Gewicht eingesetzt. Da diese Gewichte gerne zum Ausblühen neigen, sollte man sie sich immer wieder mal ansehen, nicht dass sie sich aufblähen und das Gehäuse von innen aufdrücken. Ein paar Feilenstriche bringen dann wieder für länger Ruhe. Die spätere E656 519 hat je ein Gewicht in jeder Lokhälfte eingesetzt.

Das Gehäuse besteht aus einem Teil und von innen wurde ein bläuliches Klarsichtteil eingesetzt, welches die Fenster hinterlegt. Die Gelenkabdeckung in der Mitte ist bei Lima übrigens kein Gummi, wie z. B. bei Rivarossi, der sich dann mit den Jahren verbröselt, sondern ebenfalls ein starres Plastikteil, welches durch seine Führung aber genügend Spiel zur Bewegung hat. Aus heutiger Sicht die stabilere Lösung.

Dann noch ein kurzer Blick auf die Zurüstteile, die der E656 519 beigelegt worden sind. Denn das sind nicht nur Scheibenwischer und Pfeifen, sondern auch zwei gelb/schwarze Schienenräumer, welche der Lok nach der Anbringung ein besseres Aussehen verleihen.

Die Vitrinenlok

Hier ist nun der Platz, auf eine besondere E656 023 hinzuweisen. So wurde das Modell, vermutlich kurz nach dem Erscheinen, als “Vitrinenmodell” verwendet. Es wurden Serienmodelle der ersten Auflage auf eine Schiene und einen rauchfarbenen Kunststoffsockel gesetzt, es kam eine Acrylglasvitrine darüber und ein Schild wurde angebracht. Möglicherweise wurden die Modelle als Geschenk der FS für Kunden oder Personal verwendet.

Ähnliche Vitrinen sind auch schon bei der Lima E444 gekannt geworden (siehe dort). Die Befestigung der Lok war allerdings, vorsichtig ausgedrückt, etwas grob. So wurde zuerst das Modell mit Schrauben von unten auf der Schiene fixiert und die Schiene mit Lok wurde dann auf die Bodenplatte geklebt. Die auf den Bildern abgebildete Schachtel war die, in der ich das Modell bekommen habe. Ich kann nicht sicher sagen, ob diese Schachtel zu der Lok gehörte, aber sie passt exakt. Wie auch immer, das ist ein kleines Schmankerl in jeder Lima E656 Sammlung.

Die Neuauflage

von außen

Im Jahr 1993 kam die Neuauflage der Lima E656 auf den Markt. Dies war nun eine Lok, wie sie aktuellen Standards in der Modellindustrie entsprach. So gab es eine Vielzahl von Zurüstteilen für die Pufferbohle, die Drehgestellblenden und das Dach. Die dortigen Griffstangen, wie auch die Türgriffstangen waren aus Metall geätzt worden. Das Innenleben war komplett neu mit Mittelmotor und Kardanantrieb auf die vier äußeren Achsen.

Entsprechend der Ankündigung waren die drei zuerst erschienenen Loks tatsächlich unterschiedlich. Die E656 420 und E656 182 besaßen Doppellampen, unterschieden sich aber in den Fensterrahmen. Die E656 209 hatte nicht nur Einfachlampen, sondern außerdem auch noch Klimaanlagen auf dem Dach.

Im Vergleich zur Erstauflage war nun die Dachgestaltung deutlich vorbildgetreuer ausgeführt worden. Zum einen war nun die mittlere Dachleitung freistehend ausgeführt worden, aber auch die ganzen Trittroste und Kühlschlangen waren extra eingesetzte Teile. Der Umschalter für den Oberleitungsbetrieb befand sich übrigens unter dem größeren Dachaufbau, den man einfach anheben konnte (vorsichtig, wenn die Dachleitung schon montiert war).

Selbstverständlich wurde nun auch nicht mehr der einfache und nicht zutreffende Lima Universalstromabnehmer verwendet. Es fand ein sehr passend nachgebildeter Stromabnehmer vom Typ 52 seinen Platz auf dem Dach, der wohl von der Firma Sommerfeldt gefertigt wurde. Zumindest sind die Übereinstimmungen frappierend.

Gerade auch durch den sehr schönen Eindruck im Dachbereich konnte die Neuauflage bei den Modellbahnern punkten.

Der Stromabnehmer selber wurde übrigens ab 1997 auch minimal verändert. So wurde im Bereich der Oberschere die Diagonalverstrebung nicht mehr als gebogenes “N” eingesetzt, sondern der obere Teil mit der Diagonalverstrebung dürfte ein lackiertes geätztes Teil sein. Dadurch wurde der Bereich feiner und der optische Eindruck verbesserte sich durch diese kleine Maßnahme.

Wenn wir schon der E656 auf das Dach gestiegen sind, dann stellen wir auch fest, dass es unterschiedliche Signalhörner gab, die beigelegt wurden. Während das einzelne Horn auf Vorbildfotos problemlos zu erkennen ist, scheint die doppelte Ausführung wohl eher ein Griff in die vorhandene Lima Zurüstteilkiste gewesen zu sein, denn ich habe bisher kein entsprechendes Vorbildfoto gefunden. Das schließt natrülich nicht aus, dass es das doch gab, aber wenn, dann sicher nur sehr selten.

Die Griffstangen für die Seitentüren und auch auf dem Dach waren nicht aus Plastik, sondern hier wurde mit geätzten Griffstangen ein anderer Weg begangen. Dieser hatte Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite waren sie sehr stabil und relativ verbiegesicher (und dann konnte man sie auch wieder zurückbiegen). Auf der anderen Seite waren sie eben nicht rund und die Spitzen konnten beim Eindrücken in das Gehäuse kleine Beschädigungen hervorrufen. Wie auch immer, im Vergleich zu gar keinen Griffstangen ein großer Fortschritt.

Die Drehgestellblenden waren bei der Neuauflage natürlich auch überarbeitet worden. Sie waren fein und vorbildgetreu gestaltet worden. Als Zurüstteile waren hier noch die Sandkästen und ein Schlingerdämpfer einzustecken. Problem war hier, wie auch bei anderen Lima Zurüstteilen, eine große Unverträglichkeit mit den üblichen Plastikklebern. Daher findet man häufig zugerüstete Loks, bei denen diverse Klebespuren überall dort zu sehen sind, wo sie eben nicht hingehören. Ein Fotokleber, den man wieder abrubbeln kann ist da eine vielleicht nicht optimale Lösung, hinterlässt aber immerhin keine unschönen Spuren.

Im Jahr 1997 erschien die E656 588 als Neuheit. Dieses Modell hatte ein Lok aus der 6. Bauserie als Vorbild.

Hier wurde aber ab der Betriebsnummer E656 551 die Front verändert und der Knick wanderte etwas nach unten. Dies wurde von Lima beachtet und entsprechend wiedergegeben. So konnte der Modellbahner jetzt also auch diese bisher nirgendwo berücksichtigte Unterserie auf die Modellgleise stellen.

Auf dem Foto oben kann man auch gut die silbernen Lampenringe der äußeren Scheinwerfer sehen, die die Lokfront aufwerten. Bitte darauf achten, dass diese nicht verloren gehen, denn es sind aufgesetzte kleine Kunststoffringe, die sich sehr schnell im Bastelkeller oder Teppichboden verabschieden können.

Außerdem war die E656 588 wie das Vorbild mit eckigen Pufferteller ausgestattet worden und an den Seitenwänden waren im oberen Bereich zwischen den Fenstern die Anhebehaken und die kleinen Klappen verschwunden. Dies konnte auch am Vorbild nachvollzogen werden.

An dieser Stelle noch ein Einschub zu den Doppellampen. Es gibt dazu bei Lima zwei unterschiedliche Ausführungen, die man wohl mit dem Erscheinungsdatum des Modells verbinden kann. So lagen anfangs die Doppellampen (weiß/rot) auf einer Ebene nebeneinander. Beim Vorbild standen aber die weißen Lampen immer etwas weiter aus dem Lokkasten heraus. Lima löste dieses Problem, indem man die Lichtleiter verlängerte und die bereits erwähnten kleinen silbernen Lampenringe, die sich nach vorne leicht verjüngten, auf die bisherigen Lampenfassungen aufklebte. Jetzt sah das alles mit wenig Aufwand schon wieder noch vorbildgetreuer aus. Solten aber die Ringe verloren gehen, dann eben einfach die äußeren Lampenfassungen silbern lackieren, dann passt das auch ganz gut (nur so als Tipp, wenn der Staubsauger schneller war...).

Als im Jahr 2000 die nächsten beiden Modelle folgten, waren auch hier die Anhebehaken verschwunden, obwohl die Loks nicht zur 6. Bauserie gehörten. Diese waren nun nur noch auflackiert worden, was mir persönlich nun nicht so richtig gefiel. Aber Ruhe bewahren, denn ein Blick zu den Zurüstteilen zeigte, dass diese nun als kleine Kunststoffplättchen beigelegt worden waren. Die allerdings ohne Klebespuren an das Gehäuse zu bekommen war dann eine neue Herausforderung.

Die Bedruckung insgesamt war aber sehr gut gelungen und das neue FS-Logo, bzw. die neue Lackierung in XMPR brachten interessante Versionen.

Zum Abschluss hier noch ein Vermerk zur Rivarossi Auflage. Mir liegt bisher hier nur ein Modell vor (die E655 217), daher kann ich nicht allzu viele Aussagen treffen. Das Gehäuse wurde aber unverändert von den letzten Limaauflagen übernommen. Bei der blau/grauen Ursprungslackierung wurde der Blauton etwas aufgehellt. Aufgrund des veränderten Innenlebens findet man den Umschalter für die Oberleitung nun unter dem kleineren Dachaufbau, denn unter dem größeren Dachaufbau wurde die 8-polige Schnittstelle vorgesehen.

Das Modell hat außerdem nun Federpuffer erhalten, die allerdings bei meinem Modell etwas weniger hakeln dürften.

Die Drehgestellblenden veränderten sich zur Limaauflage insoweit, dass diese nun sogar bedruckt worden waren. Diese Kleinigkeit zeigte aber eine positive optische Wirkung.

von innen

Um die Neuauflage zu öffnen müssen zuerst die vier Puffer herausgezogen werden (Achtung, nicht bei der Rivarossi Auflage - siehe weiter unten!). Hier kann man auch gut von unten mit einem Schraubendreher nachschieben, damit nicht beim heftigen Herausziehen der Pufferteller defekt wird. Dann muss man nur noch je Seite und Gehäuseteil eine Rastnase überwinden, die man gut von unten zwischen dem ersten und 2. Drehgestell an der Rahmenseite sehen kann. Dort einfach das Gehäuse leicht spreizen und das Gehäuse nach oben abnehmen. Hier bitte vorsichtig und nicht ruckartig, da ein relativ kurz geratenes, angelötetes Kabel die Verbindung zwischen Stromabnehmer und Platine herstellt. War das Modell schon zugerüstet, insbesondere mit den Kabeln entlang der unteren Rahmenkante, sollte diese zuerst entfernt werden, damit die Gehäuseteile nacheinander abgenommen werden konnten.

Der Motor ruht zwar optisch in der Mitte, der Bereich, wo seine Lagerung ist, gehört aber fest zum Rahmen einer Lokseite, der dann in die andere Seite hineinragt.

Wie schon erwähnt entspricht das Innenleben der damals bei vielen Herstellern üblichen fortschrittlichen Konstruktion. Ein Mittelmotor treibt über Kardanwellen und Schneckengetriebe die beiden äußeren Drehgestelle der E656 an. Einen Haftreifen gibt es je Drehgestell. Auf einer Wellenseite des Motors war eine Messingschwungmasse aufgesteckt. Darüber fand die Platine ihren Platz und von dort wurden mit Kabelverbindungen die beiden Glühbirnen (weiß und rot) für die Beleuchtung angesteuert. Auf einer Seite konnte ein Digitaldecoder eingelegt werden (schwarzes Plastikteil), eine Schnittstelle war aber nicht vorhanden.

Ab 1997 wurde das Innenleben des Modells überarbeitet und es kam nun eine neue Platine zum Einbau. Gleichzeitig erhielten die Stromabnehmer innen an der Befestigungsschraube Federbleche, die nun die elektrische Verbindung zur Platine herstellten. Damit war endlich das angelötete Kabel verschwunden.

Aber auch der gesamte Rahmen war überarbeitet wurden und füllte die Lok innen nun noch mehr aus. Kleine Veränderungen kann man auch an der kleinen Lampenplatine für die Frontbeleuchtung und deren Befestigung am Rahmen und am Rahmenausschnitt feststellen.

Jetzt noch ein Blick in das Rivarossimodell hinein. Zuerst ganz wichtig der Hinweis, dass man hier die Puffer nicht mehr herausziehen darf. Denn das sind Federpuffer und sie dienen nicht mehr der Fixierung des Gehäuses auf dem Rahmen. Es wurden jetzt zwei zusätzliche Rastnasen im vorderen Bereich auf Höhe des seitlichen Lokschilds angebracht. Es gilt also weiter das Gehäuse zu spreizen (jetzt eben an 4 Stellen), die Rastnasen auszuhebeln und das Gehäuse dann nach oben abzunehmen.

Das Innenleben sieht nun irgendwie ganz anders aus. Das liegt vor allem daran, dass neue Platinen verwendet wurden und dadurch jetzt auch eine 8-polige Schnittstelle vorhanden ist. Die Beleuchtung wurde auf LED umgestellt und die ganze Verkabelung ist sauberer und aufgeräumter. Der Rahmen, wie auch das Antriebskonzept blieben aber unverändert.

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