Lima DB 103

Lima DB 103
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Hier nun ein paar ausgewählte Details der verschiedenen Serien der Lima 103. Sicher kann man noch viel mehr erwähnen, aber ich beschränke mich auf die augenfälligen Veränderungen und es gibt sicher einen guten Eindruck davon, dass die Lima 103 ein wirklich brauchbares Modell war.

Modelldetails

Erstserie

Die Erstserie der Lima 103 mit der Betriebsnummer 103 110-3 war ein relativ einfach gestaltetes Modell, welches aber in den Proportionen überzeugen konnte. Ganz bewusst setzte Lima hier auf den günstigen Preis um sich von den Konkurrenzmodellen von Fleischmann und Märklin abzuheben. Man erhielt aber trotzdem eine ganze Menge Lok für sein Geld. Die Detaillierung war gut, eingesetzte Frontfenster mit silbern lackierten Rahmen trugen viel zum überzeugenden Eindruck bei. Die Farbgebung konnte ebenfalls gefallen, nur die Beschriftung des Rahmens war etwas zu groß geraten. Weniger begeisternd war der Dachbereich, wo grobe Isolatoren mit einer durchhängenden Dachleitung installiert wurden. Die Dachleitung (zuerst ein rotes Kabel) wurde später durch einen Kupferdraht ersetzt. Die Stromabnehmer waren Lima Standard und je nach Modellausführung mit oder ohne elektrische Funktion.

Im Inneren fand sich ebenfalls der Limastandard dieser Zeit. Der Rundmotor saß auf einem Drehgestell und trieb dort die beiden äußeren Achsen an. Zwei Haftreifen sollten für die Zugkraft sorgen. Da Gehäuse und Rahmen vollständig aus Plastik gefertigt waren, musste ein großes Metallgewicht für die nötige Masse sorgen. Die Beleuchtung wechselte in Fahrtrichtung. Führerstandseinrichtungen waren nicht vorhanden, weshalb die darunter liegenden Glühbirnen gleich die ganze Lokfront beleuchteten.

Einige dieser Mängel konnten aber durch kleine Bastelarbeiten schnell behoben oder verbessert werden.

Oben ist die Drehgestellblende der Erstserie gut zu sehen. In der Trittstufe sieht man die beige Rastnocke des Gehäuses.

Der einfache Dachbereich der Erstserie

Das Innenleben mit dem Rundmotor auf einem Drehgestell und dem Ballastgewicht.

Wenn man übrigens auf die Idee kommen sollte, die Lima 103 der Erstserie zu öffnen, dann geht das relativ einfach. Man sieht in den oberen Türtrittstufen die beigen Rastnocken des Gehäuses. Also drückt man vorsichtig hier das obere Gehäuse zusammen und kann es dann nach oben abnehmen. Da das Gehäuse aber mit der Zeit wohl den Weichmacher abgegeben hat und das Plastik dadurch etwas spröder wird, sollte dies nur in Notwehr gemacht werden. Denn wenn die Rastnocken am Gehäuse auch relativ massiv aussehen, sie brechen leicht, ganz ehrlich, glauben Sie mir!

Modellausführung

Ab 1989 kam die überarbeitete Neuauflage der 103 auf den Markt. Hier hatte sich einiges getan. Besonders das Innenleben war nun völlig überarbeitet und auf einen Mittelmotor mit großen Schwungmassen umgestellt worden. Dadurch wurden nun 4 Achsen (jeweils die äußeren der Drehgestelle) angetrieben. Auch der innere Lokaufbau bestand nun aus einem massiven Metallrahmen, was den Fahreigenschaften natürlich sehr gut tat.

Auch der Aufbau war nun verbessert worden. Die ganzen Dachdetails waren viel schärfer abgegossen worden und zeigten einige Veränderungen: Zugbahnfunkantenne, zusätzliche Dachleitung mit feineren Isolatoren, separat angebrachte Pantomotoren, bündige Fenster des Maschinenraums usw.

Das Rot des Rahmens war nun etwas heller und die Beschriftung größenrichtig gestaltet worden. Auch die Drehgestellblenden waren neu gestaltet worden. Sie zeigten nun größere Sandkästen und waren an verschiedenen Stellen durchbrochen ausgeführt worden, was eine viel bessere Tiefenwirkung ergab. Auch waren nun diverse Zurüstteile beigelegt worden, wie Schürzen, später Griffstangen und Scheibenwischer.

Die Dächer der 103 123-6 und der späteren 103 101-2 im Vergleich. Anderer Stromabnehmer und verbesserte Leitungen fallen gleich auf.

Die ersten Modelle der Modellausführung (103 115-2 und 103 123-6) unterschieden sich in der Gehäusebefestigung übrigens nicht von der Erstserie. Auch hier waren die Rastnocken in den Türtrittstufen zu erkennen, was bei den späteren Modellen geändert wurde. Wenn man die späteren Modelle öffnen will, sind zuerst die 4 Schrauben an der Unterseite vor den Drehgestellen zu lösen, welche durch den Rahmen in die Führerstandseinrichtung greifen. Danach muss man aber immer noch auf Höhe der Türen die kleinen Rastnocken auslösen. Dazu ist der Bereich vom Rahmen nach innen zu drücken (zwischen den unteren Türgriffstangen), bzw. das Gehäuse darüber nach außen zu ziehen. Viel Spaß, das kann ziemlich nervig werden.

Bei den Folgemodellen der Erstserie waren zudem weitere kleinere Verbesserungen zu finden. So waren die unteren Türgriffstangen Einsteckteile, die Dachleitungen waren bei den beige/roten Loks rot statt braun eingefärbt worden, es kamen neue Stromabnehmer zum Einsatz und der Kasten zwischen den Drehgestellen war auch neu gestaltet worden.

Ein Problem zeigte sich bei den Wechselstromloks der verbesserten 103. Da das Umschaltrelais im Bereich eines Führerstandes plaziert wurde, entfiel dort die Inneneinrichtung. Nun war es aber nicht mehr möglich, hier mit den Schrauben von der Unterseite das Gehäuse und den Rahmen zu verbinden. Wenn nach mehrfachem Öffnen die seitlichen Rastnocken ausgeleiert waren, was sehr schnell ging, zeigte sich ein unschöner Spalt.

Links das Innenleben der 103 123-6 in der Gleichstromausführung mit Mittelmotor und Schwungmassen. Noch wird fliegend verdrahtet und die Platine ist nur klein. Rechts das Innenleben der Wechselstrom 103 101-2. Die Platine hat sich vergrößert. Man sieht gut das große Umschaltrelais, dem eine Führerstandinneneinrichtung geopfert wurde. Die Wechselstromversion ist übrigens analog zur Gleichstromversion auf 4 Achsen angetrieben. Ich meine, die ersten AC-Auflagen hatten nur einen Antrieb auf 2 Achsen eines Drehgestells. Vielleicht kann das noch jemand bestätigen.

Die Drehgestellblende der 103 123-6 zeigt mehr Tiefe als beim Vorgängermodell.

Vorserienmodell

Bei dem Vorserienmodell war das Gehäuse vorbildgerecht abgeändert worden und hatte nur noch eine Lüfterreihe. Die unteren silbernen Zierstreifen waren erhaben ausgeführt worden. Ebenso auch das seitliche Lokschild und die Führerstandskennzeichnung 1/2. Aber zumindest bei der E03 002 ist Lokschild und Kennzeichnung 1/2 nur auflackiert worden.

Dachaufbauten, Gehäusedetails und Drehgestellblenden wurden ansonsten praktisch unverändert von der Modellausführung der 103.1 übernommen worden. Das Dach ist aber bei den unterschiedlichen Ausführungen in unterschiedlichen silbernen Tönen gehalten und nun waren auch die oberen Türgriffstangen separat einzusetzende Kunststoffteile.

Eine Besonderheit stellt in der Serie der Vorserienmodelle noch die Bahndienstlok 750 001-0 dar. Bisher hatte es kein Großserienhersteller gewagt, auch ein solches exotisches Modell herzustellen. Aber auch in dieser für eine Vorserien E03 ungewöhnlichen Ausführung, ohne das silberne Dach, kann die 750 001-0 gefallen.

Detailansicht der 750 001-0. Inzwischen habe ich auch die herausstehende Griffstange wieder zurückgedrückt.

Hier noch einen Blick auf die 103 220-0 in der Tourisitk Lackierung.

E03 001 (links) und E03 002 (rechts) mit dem dunkleren Dach und bereits mit zugerüsteten Scheibenwischern.

Das Innenleben der E03 Vorserie in Wechselstrom. Durch das kleinere Umschaltrelais hinter der Führerstandseinrichtung konnte diese nun in der Lok verbleiben. Damit war auch eine zuverlässige Befestigung von Rahmen und Gehäuse möglich.

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