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Vorwort

Es ist mal Zeit für einen Modellbericht über eine deutsche Altbau E-Lok.

Als ein Modell, das schon eine lange Modellkarriere hinter sich hat, aber in ihren letzten Jahren irgendwo “so nebenher” im Katalog mitlief, habe ich mit die E91/191 von Röwa/Roco ausgesucht.

Die E91 wurde von der Firma Röwa unter Herrn Ade entwickelt und auf den Markt gebracht. Nach dem Ende von Röwa wurde das Modell (zusammen mit anderen Formen) direkt von Roco aus dem Erbe übernommen, weiter produziert und auch weiterentwickelt. Daher erscheint es mir logisch, diese Modelle in einem Modellbericht zusammenzufassen und ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Vorbild

Röwa / Roco DRG/DB E91/191

Die E91 99 auf einem Bahnhofsfest in Balingen als Ausstellungsstück am 15.05.1988

Der Beginn der E91 Beschaffung geht noch in die Zeit der DRG zurück, die aufgrund der fortschreitenden Entwicklung der Elektrifizierung in Bayern und Schlesien 1922 Lokomotiven dieses Typs als schwere Güterzuglok bestellte. Da die Lokomotive überzeugte, wurden 1927 nochmals 12 Loks nachbestellt. Diese Nachbestellung hatte eine elektrische Widerstandsbremse, war leichter, 60 cm länger und ist insbesondere daran zu erkennen, dass alle Lüfter und Fenster der Seitenwand in einer Ebene angebracht wurden (siehe auch das Originalfoto oben - das Modell von Märklin gibt diese Ausführung wieder). Röwa und Roco fertigten dagegen die erste Serie, bei der auch im unteren Bereich des Lokkastens Lüfter zu finden waren.

Die Maschinen für das schlesische Netz erhielten die Betriebsnummern EG 581 bis EG 594 (später E91 81 bis E91 94), die bayrischen Loks, die kurz nach der Bewährung der ersten schlesischen Maschinen ausgeliefert wurden, hatte man zuerst als EG5 22501 ff bezeichnet, doch noch während der Ablieferung trat das neue Nummernschema in Kraft und nun hießen die Loks E91 01 - E91 20. Die optisch veränderte Nachbauserie bekam die Betriebsnummern E91 95 bis E91 106.

Von den insgesamt 46 Lokomotiven fielen 14 Stück Unfällen bzw. dem Krieg zum Opfer, oder wurden beschädigt und nach Kriegsende nicht mehr aufgearbeitet. Weitere 9 Lokomotiven, die im Bereich der sowjetisch besetzten Zone verblieben waren, wurden in die UdSSR abgefahren und kehrten dann 1952 in einem ziemlich lädierten Zustand zurück. Eine Aufarbeitung erfolgte bei der DR jedoch nicht mehr. Die DB dagegen konnte 23 Maschinen wieder in Betrieb nehmen, die sich trotz ihrer geringen Höchstgeschwindigkeit im schweren Güterzugdienst weiterhin bewährten. Gegen Ende ihrer Karriere war die 191 aber noch immer im Übergabeverkehr und insbesondere im Rangierdienst an Ablaufbergen anzutreffen. Erst am 17.05.1975 endete mit einem Stangenlagerschaden bei der 191 100 der Einsatz dieses Loktyps bei der DB. Die 191 099 konnte dabei der Nachwelt erhalten werden.

So...und jetzt sind wir (mit ein paar Vorbildinfos) vorbereitet, um in den Modellbahnwahn der Röwa/Roco E91/191 zu starten.

Erstellt: 06.08.2003

Geändert: 14.11.2016