bahnwahn
Modellbahnwahn

Allgemeines

Ich möchte hier keine Wertung der Modelle abgeben, dazu habe ich weder eine genügende Auswahl an Modellen testen können, noch eine geeigneten Teststrecke. Ich möchte nur ein paar ganz subjektive Worte loswerden.

Ich finde, dass das Modell das Vorbild optisch gut getroffen hat. Alle Modelle waren auch mit Federpuffern ausgestattet. Die Dachaufbauten wirken jedoch etwas “grob”, was später verbessert wurde. Im direkten Vergleich mit einer Roco 110er muss man als Nichtprofi schon etwas näher an die Modelle herangehen, um sie unterscheiden zu können.

Liliput - Baureihen 110 / 112 / 140

Das Modell

Technisch allerdings konnten mich die Loks nur zum Teil überzeugen. Die ersten Serien von Liliput, die ich habe, zeigen einen Spurtstart und kennen das Wort “Langsamfahrt” überhaupt nicht. Trotz kleiner Schwungmasse ist auch das Stehenbleiben nur als abrupt zu bezeichnen. Die späteren Herpa-Serien sind hier bedeutend besser auf der Schiene.

Besonders ärgerlich waren für mich 2 Wechselstrommodelle der älteren Serien, die im Getriebe (nur ein angetriebenes Drehgestell) derartiges Spiel der Zahnräder hatten, dass sie trotz laufendem Motor einfach auf der Stelle stehen blieben. Dabei waren die Zahnräder nicht ausgeschlagen, es ist einfach nur zuviel Spiel auf den Wellen vorhanden oder die Zahnräder sind zu klein.

Dachdetails

Zwei Bilder von den Dachdetails einer Liliput 112 (oben) und einer Liliput-Herpa 140 (unten).

Man kann deutlich erkennen, dass bei dem Herpa Modell Verbesserungen in die Produktion eingeflossen sind. Die Laufgitter sind kleiner und feiner graviert, die Dachleitungen sind vollständiger und nun aus Plastik statt Draht. Auch wurden Isolatoren versetzt und deren Basis verändert/vergrößert.

Verpackung

Alle mir bekannten Modelle waren in der weißen Liliput Verpackung mit Sichtfenster untergebracht. Bei den Herpa-Modellen fehlte der Schriftzug “Höchste Eisenbahn” rechts unten, dafür war dort ein runder roter Herpa-Aufkleber. Das Styropor Innenteil hatte bereits Aussparungen, um auch ein zugerüstetes Modell unterzubringen.

Innenleben

Das Abheben des Gehäuses wird durch leichtes Auseinanderspreizen erreicht. 6 kleine Rastnocken sorgen für genügenden Halt auf dem Fahrgestell. Zum Abheben ist dann das Entfernen der Schürzen noch nötig, jedoch geschieht dies meist “automatisch” und sie lösen sich aus der Befestigung am Gehäuse

Der Mittelmotor mit Schwungmasse treibt bei der Gleichstromversion (oberes Bild) über Kardangelenke alle Achsen der beiden Drehgestelle an. Der Rahmen aus Zinkdruckguss gibt der Lok ein ausreichendes Gewicht.

Bei der Wechselstromversion (Bild rechts) wird nur ein Drehgestell angetrieben, da das elektronische Umschaltrelais auf dem anderen Drehgestell sitzt. Die Kraft genügt trotzdem zum Befördern von Zügen, wären da nicht die bereits beschriebenen Probleme mit dem Getriebe.