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Es ist selten, dass ein Modell nur eine so kurze Zeitspanne angeboten wurde, wie die Roco 104.
Ich kann nur vermuten, dass das Modell sehr in Eile auf den Markt gebracht wurde, bevor Märklin evtl. mit einer Hamo-104 die Gleichstromer bedienen konnte (was aber damals nicht geschah).
Der nicht ausgewogene Antrieb mit nur geringer Zugkraft und eine leichte Entgleisungsneigung
haben Roco wohl bewogen, das Modell schnell wieder vom Markt zu nehmen. Diese Entgleisungsneigung hatte aber auch den Grund darin, dass es vorkommen kann, die Lok flasch aufzugleisen. Die Lok hatte ja bereits eine echte
Kurzkupplungskulisse. Gleichzeitig war die Vorlaufachse mit der Einzelachse vorbildwidrig zu einer Art Drehgestell zusammengefasst. Es konnte nun beim Aufgleisen passieren, dass bei entlastetem Drehgestell die Kupplungsdeichsel
verschoben und verklemmt wurde. Wurde die Lok dann auf das Gleis gestellt, lag das gesammte Gewicht auf der Vorlaufachse. Die einzelne, nicht angetriebene Antriebsachse hing in der Luft und die beiden Antriebsachsen waren
teilentlastet. Zugkraftverlust und Entgleisen waren die Folge. Stellte man die Lok richtig auf das Gleis, fuhr sie auch. Optimieren konnte man die Fahreigenschaften mit dem damals angebotenen Tauschrahmen von Verbeck, Die
Gussmaßhaltigkeit verlangte zwar erhebliche Nacharbeiten, aber in Verbindung mit dem Faulhabertauschsatz aus gleichem Hause erhielt die Lok optimale Fahreigenschaften.
An sich hätte man von Roco eine verbesserte Neuauflage erwartet, dazu ist es jedoch nie
gekommen. So ist die Roco 104 heute ein Modell, welches man nur selten sieht, hin und wieder erscheint aber mal eine bei eBay und ist dann durchaus günstig zu bekommen (August 2003: 55 EUR). Immerhin, Sie haben jetzt schon mal
einen Eindruck davon bekommen von der 104, die für einen Rocosammler ein Muss ist, der Betriebsbahner aber blickt zu Piko.
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